Kleines Mädchen schaut durch eine Lupe.

„Bayerisches Netzwerk Pflege“ – Förderung der Familienpflege und der Angehörigenarbeit / Fachstellen für pflegende Angehörige

Im Rahmen des Förderprogramms „Bayerisches Netzwerk Pflege“ fördert der Freistaat Bayern Familienpflegestationen und Fachstellen für pflegende Angehörige.

Zweck der Förderung der Familienpflege(stationen) ist es, Familien in besonderen Krisensituationen zu unterstützen.

Zweck der Förderung der Fachstellen für pflegende Angehörige ist es, pflegenden Angehörigen landesweit eine kompetente Beratung zur Verfügung zu stellen.

Grundsätze für die Förderung im „Bayerischen Netzwerk Pflege“:

Im Rahmen des Förderprogramms „Bayerisches Netzwerk Pflege“ fördert der Freistaat Bayern Familienpflegestationen und Fachstellen für pflegende Angehörige:

Familienpflegestationen

Familienpflegestationen tragen dazu bei, Familien in besonderen Not- und Krisensituationen zu unterstützen. Die Familienpflege tritt dann ein, wenn die Person, die bisher einen Haushalt mit mindestens einem Kind geführt hat, in der Regel Mutter oder Vater, diesen z.B. wegen Krankheit, Schwangerschaft, Erholungs- oder Kuraufenthalt nicht mehr selbst oder nicht mehr alleine führen kann. Die qualifizierte Familienpflegerin übernimmt die Betreuung und die Erziehung der Kinder sowie die Versorgung des Haushalts.

Kostenträger sind in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen. Als weitere Kostenträger kommen die Rentenversicherungsträger sowie die Sozial- und Jugendhilfeämter in Betracht.

Der Freistaat Bayern fördert die Familienpflegestationen, um dieses Angebot zu erhalten.

Die Förderpauschale beträgt für eine bedarfsgerechte, vollzeitbeschäftigte staatlich anerkannte Fachkraft jährlich bis zu 7.800 Euro, wenn diese mindestens zu 90 Prozent in der Familienpflege eingesetzt war. Im Übrigen reduziert sich der Betrag entsprechend dem Umfang der Beschäftigung in der Familienpflege, wobei dieser mindestens 50 Prozent betragen muss.

Die Anträge sind bis spätestens 31. Dezember des dem Förderjahr vorangehenden Jahres einzureichen.

Weitere Förderinformationen für Familienpflegestationen erhalten Sie beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS).

Kontaktdaten der Familienpflegestationen finden Sie hier.

Fachstellen für pflegende Angehörige

Aufgabe der Fachstellen für pflegende Angehörige ist es, durch psychosoziale Beratung, begleitende Unterstützung und Entlastung der pflegenden Angehörigen älterer pflegebedürftiger Menschen zu verhindern, dass die Angehörigen durch die oft lang andauernde Pflege selbst erkranken und zum Pflegefall werden.

Bayernweit gibt es derzeit rund 100 Fachstellen für pflegende Angehörige. Der Freistaat Bayern fördert diese jährlich mit ca. 1,4 Millionen Euro.

Die Förderpauschale beträgt für eine vollzeitbeschäftigte staatlich anerkannte Fachkraft jährlich bis zu 17.000 Euro. Bei Teilzeitkräften reduziert sich der Betrag entsprechend.

Die Anträge sind bis spätestens 31. Dezember des dem Förderjahr vorangehenden Jahres einzureichen

Weitere Förderinformationen für die Angehörigenarbeit bzw. Fachstellen für pflegende Angehörige erhalten Sie beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS).

Kontaktdaten der Fachstellen für pflegende Angehörige finden Sie hier.

Zuständig für die Abwicklung des Förderverfahrens (Familienpflege und Fachstellen für pflegende Angehörige) ist das ZBFS.

Es werden Antragsformulare für die Anerkennung sowie Förderung und Verwendungsnachweisformulare zur Verfügung gestellt. Es gelten die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Projektförderungen (ANBestP).