Der Bayerische Demenzpreis

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention verleiht regelmäßig den Bayerischen Demenzpreis. Er dient dazu, herausragende innovative Projekte für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen auszuzeichnen, diese bekannt zu machen und bayernweit Anregungen für neue Aktivitäten zu geben.

Bayerischer Demenzpreis 2026

Welche Kriterien muss das Projekt erfüllen?

Das Projekt, das für den Bayerischen Demenzpreis 2026 eingereicht wird, verfolgt mindestens eine der folgenden Zielsetzungen:

  • Bewusstseinswandel in der Gesellschaft im Umgang mit dem Thema Demenz
  • Verbesserung der Lebensbedingungen und der Lebensqualität für Menschen mit Demenz sowie ihrer An- und Zugehörigen
  • Verbesserung der Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für
    Betroffene sowie An- und Zugehörige

Zudem erfüllt das Projekt folgende Kriterien:

  • Das Projekt wurde in Bayern entwickelt und realisiert.
  • Zum Zeitpunkt der Bewerbung wird es seit mindestens sechs Monaten erfolgreich umgesetzt.

Nicht ausgezeichnet werden können Projekte, die zum Zeitpunkt der Bewerbung vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention als Modellprojekt oder Studie gefördert werden.

Wer kann teilnehmen?

Zum Wettbewerb um den Bayerischen Demenzpreis aufgefordert sind:

  • Verbände
  • Vereine
  • Kommunen
  • Schulen
  • Organisationen und Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
  • Körperschaften des öffentlichen Rechts
  • Unternehmen

Alle weiteren Informationen rund um den Bayerischen Demenzpreis 2026 finden Sie auch in unserem Flyer.

Wann ist für den Bayerischen Demenzpreis 2026 Bewerbungsschluss?

Die Bewerbung ist bis 31.03.2026 möglich.

interner Link zur Themenseite Leben mit Demenz

Wie erfolgt die Bewerbung?

Die Bewerbung ist online bei der Geschäftsstelle des Bayerischen Demenzpreises einzureichen.

Welche Preisgelder werden ausgereicht?

Es werden drei Preise verliehen:

  • 1. Preis: 5.000 Euro
  • 2. Preis: 3.000 Euro
  • 3. Preis: 1.000 Euro

Die Preisgelder sind zugunsten von Aktivitäten im Sinne der oben genannten Zielsetzungen zu verwenden.
Neben den drei Preisen können bis zu drei weitere herausragende Projekte mit einer Anerkennung ausgezeichnet werden.

Wann und wo wird die Verleihung stattfinden?

Die Verleihung des Bayerischen Demenzpreises 2026 wird am 13.10.2026 in München stattfinden.

Verleihung des Bayerischen Demenzpreises 2024

Die Verleihung des Bayerischen Demenzpreises hat zuletzt am 7. November 2024 in Regensburg stattgefunden.

Erster Preis

Den ersten Preis erhielt die Kommune Markt Obergünzburg für das Projekt „Gesundes Mittagessen von Senioren gekocht“. Einmal im Monat kochen und speisen Menschen mit Demenz zusammen mit Seniorinnen und Senioren. Das Projekt verbindet ein gesundes Essen mit dem Erleben von sozialer Gemeinschaft. Die Aktivitäten der Teilnehmenden stärken deren Selbstwertgefühl und Ressourcen. So verbessert das Projekt neben der Teilhabe auch die Lebensqualität der Teilnehmenden. Darüber hinaus treibt das regelmäßige Angebot den Bewusstseinswandel in der Kommune im Umgang mit dem Thema Demenz voran.

Markt Obergünzburg für das Projekt „Gesundes Mittagessen von Senioren gekocht“ Demenzpreis 2024

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v.l. Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Monika Kirchmann (ehrenamtliche Helferin), Gudrun Rauch (Kontaktstelle für Demenz und Pflege, Obergünzburg), Christine Leike, (StMGP, Laudatorin)

Zweiter Preis

Der zweite Preis ging an die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau für das Projekt „Team ORANGE“, das demenz- und delirsensible Strukturen und Prozesse im unfallchirurgisch geprägten Klinikalltag multiprofessionell umsetzt. Es umfasst beispielsweise die Begleitung der betroffenen Personen von der Notaufnahme zur Diagnostik oder auch zur OP, im Aufwachraum sowie auf Station. Dies verbessert deren Orientierung und das Wohlbefinden – und damit deren Genesung und Lebensqualität.

Markt Obergünzburg für das Projekt „Gesundes Mittagessen von Senioren gekocht“ Demenzpreis 2024

demenzpreis2024_2_orange

v.l. Patricia Reinhardt (Landratsamt Forchheim, Laudatorin), Cornelia Porschet-Uebler (stellvertrende Leitung Team ORANGE BG Unfallklinik Murnau), Christina Sterk (Pflegedirektorin BG-Unfallklinik Murnau), Judith Gerlach (Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention)

Dritter Preis

Mit dem dritten Preis wurde das Caritas Pflegezentrum St. Hildegard in Pöttmes für das Projekt „Reduktion von Psychopharmaka durch Alternativen in der Pflege“ ausgezeichnet. In einem individuellen Tagesrhythmus der Bewohnerinnen und Bewohner eingebettet, werden von geschulten Mitarbeitenden ätherische Öle im Rahmen der Aromapflege angewendet und pflegerische Berührungen gezielt eingesetzt. Diese nicht-medikamentösen Interventionen ermöglichen es, den Einsatz von oftmals nebenwirkungsreichen Psychopharmaka auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, was einen positiven Effekt auf die Lebensqualität der Betroffenen hat.

Markt Obergünzburg für das Projekt „Gesundes Mittagessen von Senioren gekocht“ Demenzpreis 2024

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v.l. Prof. Dr. Elmar Gräßel (FAU Erlangen, Laudator), Mandlmeier Stefanie (Pflegedienstleiterin), Andrea Neukäufer (Einrichtungsleiterin), Judith Gerlach (Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention)

Weitere Würdigungen

Darüber hinaus wurden folgende drei weitere Projektträger mit einer Anerkennung gewürdigt:

Joseph-von-Eichendorff-Schule in Eichendorf für das Projekt „Meet Dementia“ Demenzpreis 2024

Projekt „Meet Dementia

v.l. Birgit Haserer (Landes-Caritasverband Bayern, Laudatorin), Christiane Aigner (Musiklehrkraft), Andrea Pöchmann (Schulleiterin), Judith Gerlach (Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention)

Projekt Kegelbahn

Projekt „Kegelbahn“

v.l. Karl Heinz Kramer (Heimbeiratsvorsitzender), Ulrike Geike (Pflegedienstleitung), Claudia Sterr (Gerontofachkraft und Betreuungsleitung), Anja Gibs (Geschäftsführung und Einrichtungsleitung), Judith Gerlach (Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention), Tobias Bartschinski (Alzheimer Gesellschaft München e.V., Laudator)

AWO in Rödental für das Projekt „VR-Brille für Erlebnisse und Erinnerungsarbeit aus dem Wohnort für Demente und Bettlägerige“ Demenzpreis 2024

Projekt „VR-Brille“

v.l. Carlo Rothammel (Einrichtungsleiter AWO Seniorenzentrum Rödental), Jonas Heß (Achtbit Media GmbH), Susanne Forkel (Sozialpädagogin AWO Seniorenzentrum Rödental), Patrick Dressel (Achtbit Media GmbH), Judith Gerlach (Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention), Dr. Karl- Heiz Sänger, Schulleiter des Arnold- Gymnasiums Neustadt b. Coburg mit Lehrer Jochen Kästner sowie den Schülerinnen und Schülern Lucie Steckmann, Silas Hahn, Letizia Lomani