Für den Öffentlichen Gesundheitsdienst
Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) wird neben der ambulanten und stationären Patientenversorgung auch als die „dritte Säule“ des Gesundheitswesens bezeichnet. Gesundheit betrifft nicht nur jeden einzelnen ganz individuell, sondern stellt auch einen öffentlichen Wert dar. Gesundheitsfürsorge und -schutz sind in diesem Sinn auch öffentliche beziehungsweise staatliche Aufgaben, die durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst wahrgenommen werden.

Unsere Rahmenstrategie: Digitalisierung im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Bayern
Unsere aktualisierte Rahmenstrategie zur Digitalisierung des ÖGD in Bayern verfolgt ein klares Ziel: Wir möchten eine einheitliche und modulare Fachanwendungslandschaft schaffen, die die Arbeit in den Gesundheitsämtern vereinfacht. Digitale Lösungen sollen die Arbeitsabläufe beschleunigen, die Zusammenarbeit verbessern und den Service für Bürgerinnen und Bürger spürbar erleichtern.
Das Einheitliche Digitale Ökosystem ÖGD (EDÖ²) im Überblick
Mit dem Einheitlichen Digitalen Ökosystem (EDÖ²) geht Bayern einen großen Schritt in Richtung einer modernen, digitalen Verwaltung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Das EDÖ² verbindet und vernetzt verschiedene digitale Anwendungen, Fachverfahren und Dienste. Unser Ziel ist es, die Prozesse im Gesundheitsdienst durchgängig digital zu gestalten, die Zusammenarbeit zu stärken und für alle Nutzerinnen und Nutzer – sowohl Mitarbeitende als auch Bürgerinnen und Bürger – eine hohe Bedienfreundlichkeit zu garantieren.
Das EDÖ² ist mehr als nur eine Sammlung einzelner Software-Lösungen. Es ist ein klug verzahntes System, das bestehende und neue digitale Anwendungen miteinander verbindet und für die Zukunft rüstet. So entsteht eine gemeinsame digitale Plattform, auf der die Arbeit der Gesundheitsämter, die Kommunikation mit anderen Behörden und die Services für Bürgerinnen und Bürger effizient und sicher ablaufen können.

Das Einheitliche Digitale Ökosystem ÖGD sorgt dafür, dass Sie als Mitarbeitende im ÖGD in Bayern (und darüber hinaus) auf eine moderne, vernetzte und zukunftssichere IT-Landschaft bauen können. Bei Fragen oder Interesse an der Umsetzung sprechen Sie uns gerne an: Digitalisierung-oegd@stmgp.bayern.de
Im EDÖ² werden folgende zentrale Komponenten gebündelt
Weitere zentrale Komponenten des EDÖ²
- OZG-Dienste: Digitale Verwaltungsleistungen nach dem Onlinezugangsgesetz, zum Beispiel für Wasserversorgungsanlagen oder Infektionsschutz-Belehrungen.
- EMIGA: Das Elektronische Melde- und Informationssystem für Gesundheitsämter – aktuell in Vorbereitung durch den Bund, um schrittweise die bisherige „SurvNet@RKI“-Software abzulösen.
Interoperabilität und bundesweite Zusammenarbeit
Wir legen großen Wert darauf, dass unsere digitalen Lösungen auch über die Landesgrenzen hinaus funktionieren und im Sinne der digitalen Souveränität angepasst werden können. Deshalb setzen wir auf Interoperabilität – also darauf, dass unsere Software mit anderen Systemen zusammenarbeiten kann. Ein Beispiel des Bundes für ein solches System ist „EMIGA“, das Elektronische Melde- und Informationssystem für Gesundheitsämter im Bereich Infektionsschutz.
Bayern und Baden-Württemberg entwickeln zentrale Teile des EDÖ² gemeinsam weiter. So entstehen beispielsweise die Fachanwendung ÖGD (unter Federführung von Baden-Württemberg), die Wasserfachanwendung (Federführung Bayern) und das Bürgerportal (Federführung Bayern) als gemeinsame Lösungen. Zusammen mit EMIGA deckt das Ökosystem nahezu das gesamte Aufgabenspektrum der Gesundheitsämter ab. Das sorgt für einheitliche Abläufe und erleichtert die Zusammenarbeit – auch über Ländergrenzen hinweg.
Der Lernraum Digitalisierung: Zusammenarbeit, Schulungen & Wissenschaft
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die enge Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsämtern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. In unserem „Lernraum Digitalisierung“ fördern wir gezielte Schulungen und den Austausch von Best Practices, um die digitale Kompetenz im ÖGD zu stärken und voneinander zu lernen.









