Aneinandergereihte Würfel mit aufgemalten Pfeilen - Kooperationsbeziehungen

Förderinitiative Post-Covid-Syndrom

Mit Fortschreiten der Coronavirus-Pandemie zeigt sich, dass immer mehr Erkrankte unter Spät- und Langzeitfolgen des Coronavirus leiden. Die Staatsregierung startet deshalb eine Förderinitiative für die Versorgungsforschung zum Post-Covid-Syndrom und stellt hierfür fünf Millionen Euro bereit.

Hintergrund der Förderinitiative

Als Post-Covid-Syndrom werden Symptome bezeichnet, die sich während oder nach einer Covid-19-Erkrankung entwickeln, länger als zwölf Wochen andauern und nicht durch eine alternative Diagnose erklärt werden können. Zu den Symptomen können unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung („Fatigue“) und psychische Beschwerden, aber auch andauernde Atembeschwerden und Herz-Kreislauf-Beschwerden gehören.

Experten gehen davon aus, dass etwa zehn Prozent der Erkrankten mit Spätfolgen zu kämpfen haben. In Bayern entspräche das derzeit rund 65.000 Betroffenen. Gleichwohl ist die Forschungslage bislang noch unzureichend. Erfahrungen in Deutschland basieren überwiegend auf Einzelfallbeobachtungen. Aussagekräftige Studien zu Verläufen sowie zu Dauer, Frequenz und Inhalten einer zielführenden Rehabilitation gibt es kaum.

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Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung sollen daher innovative multidisziplinäre Versorgungskonzepte für Post-Covid-Patienten sein, inklusive Entwicklung, Umsetzung und begleitende Evaluation. Neben einem relevanten Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der Versorgung von Post-Covid-Patienten liegt der Fokus auf einer möglichen Übertragung in die Regelversorgung. Es sind insbesondere Praxis- und Wissenschaftskooperationen sowie intersektorale Kooperationen erwünscht.

Schwerpunkte der Förderung sind insbesondere innovative Konzepte zur

  • bestmöglichen angemessenen und nachhaltigen Versorgung von bestimmten Patientengruppen (Erwachsene, Kinder, vulnerable Gruppen)
  • bestmöglichen angemessenen und nachhaltigen Versorgung in verschiedenen Settings (u. a. ambulante Versorgung, Post-Covid-Ambulanzen, Rehabilitationseinrichtungen)
  • interdisziplinären Zusammenarbeit und Vernetzung.

Fördergrundlagen und Antragstellung

Die Förderinitiative wird über das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Benehmen mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium abgewickelt. Antragsteller können beispielsweise Einrichtungen der medizinischen Versorgung, aber auch Verbünde und Forschungsnetzwerke sein. Die Zuwendungsvoraussetzungen entnehmen Sie bitte den Hinweisen für potentielle Antragsteller. Darüber hinaus steht Ihnen die Broschüre „Wie stelle ich einen überzeugenden Förderantrag?“ als Download zu Ihrer Unterstützung zur Verfügung.

Neben dem Antragsformular und dem Kosten- und Finanzierungsplan ist eine umfassende Projektbeschreibung (mit Projekttitel, Hintergrund, Zielen, erwartetem Erkenntnisgewinn des Projekts und Angaben zur Evaluation sowie Beschreibung aller Kostenpositionen des Kosten- und Finanzierungsplans) einzureichen.

Bitte beachten Sie, dass Anträge bis einschließlich 31.10.2021 beim LGL eingereicht werden können. Fördermittel in Höhe von fünf Millionen Euro stehen in den Haushaltsjahren 2021 und 2022 zur Verfügung. Die zuwendungsfähigen Ausgaben für einzelne Projekte müssen mindestens 625.000,00 € betragen. Die Förderempfänger müssen einen Eigenanteil von mindestens 20 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben erbringen. Alle eingehenden Anträge werden in einem mehrstufigen Verfahren unter Hinzuziehung wissenschaftlicher Expertise begutachtet und sowohl gemäß fachlicher Qualitätsdimensionen als auch anhand des Prioritätsprinzips ausgewählt.

Ein Anspruch auf Förderung – insbesondere bei Ausschöpfung des verfügbaren Fördervolumens – besteht nicht.

Es sei zudem darauf hingewiesen, dass bereits begonnene Projekte nicht gefördert werden können. Entscheidend hierfür ist der Zeitpunkt der Bewilligung, nicht der Zeitpunkt der Einreichung am LGL.

Das LGL unterstützt potenzielle Antragstellende bei der Erstellung von schlüssigen und qualitativ hochwertigen Projektanträgen.

Haben Sie Fragen?

Für eine fachliche Beratung vor Antragstellung können Sie sich an das Sachgebiet GE6 „Sachgebiet GE6: Bayerische Gesundheitsagentur, Gesundheitsversorgung“ beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wenden.

Adresse:
Bayerisches Haus der Gesundheit
Schweinauer Hauptstraße 80
90441 Nürnberg
Telefon: +49 9131 6808-2949

Für Fragen über zuwendungsrechtliche Belange und die Einreichung des Projektantrages können Sie sich an das Sachgebiet K1: „Rechtsangelegenheiten, Vergabestelle“ beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wenden.

Adresse:
Sachgebiet K1 – Förderinitiative Post-COVID-Syndrom
Prinzregentenstraße 6
97688 Bad Kissingen