Geburtshilfe Krankenhaus - Hebamme hält Baby

Geburtshilfe-Förderprogramm ``Zukunftsprogramm Geburtshilfe``

Ziel ist, die Landkreise und kreisfreien Städte über zwei Fördersäulen finanziell zu unterstützen und so dafür zu sorgen, dass die Geburtshilfe im Freistaat auch künftig auf hohem Niveau flächendeckend zur Verfügung steht.

Ende des Jahres 2017 stellte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml dem bayerischen Kabinett das „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ vor. Ziel ist, durch Unterstützung der Landkreise und kreisfreien Städte über zwei Fördersäulen dafür zu sorgen, dass die Geburtshilfe im Freistaat auch künftig auf hohem Niveau flächendeckend zur Verfügung steht.

Mit unserem „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ unterstützen wir die Kommunen in Bayern dabei, die wohnortnahe Geburtshilfe zu erhalten. Werdende Mütter brauchen die Sicherheit, dass es eine ausreichende wohnortnahe und hochwertige Versorgung gibt – auch im ländlichen Raum.
Melanie Huml, Staatsministerin

Fördersäule 1: Unterstützung, Stärkung und Sicherung der geburtshilflichen Hebammenversorgung

Die erste Fördersäule des Geburtshilfe-Förderprogramms des bayerischen Gesundheitsministeriums dient der Unterstützung der Kommunen bei der Sicherstellung der Hebammenversorgung in der Geburtshilfe und in der Wochenbettbetreuung. So können Landkreise und kreisfreie Städte bereits seit dem Jahr 2018 für jedes neugeborene Kind eine Förderung von bis zu 40 Euro erhalten. Dieses Geld können sie dann für geeignete Maßnahmen zur Verbesserung und Stärkung der Hebammenversorgung in Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung einsetzen.

Förderfähige Maßnahmen oder Projekte können insbesondere Werbemaßnahmen zur Personalgewinnung, die Einrichtung von Koordinierungsstellen oder auch die Organisation mobiler Reserven für die Geburtshilfe oder die Wochenbettbetreuung sein.

Jährlich werden dafür insgesamt rund fünf Millionen Euro bereitgestellt.

Fördersäule 2: Ausgleich des Defizits einer Geburtshilfeabteilung für Krankenhäuser

Die zweite Säule des Geburtshilfe-Förderprogramms hat die Sicherung kleinerer Geburtshilfeabteilungen im ländlichen Raum zum Ziel. Mit dieser Säule werden Landkreise und kreisfreie Städte im ländlichen Raum finanziell unterstützt, die Defizite kleinerer Geburtshilfestationen ausgleichen. Der Freistaat übernimmt dabei im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel bis zu 85 Prozent des auf die Geburtshilfe entfallenden Defizits – maximal jedoch 1 Million Euro je Haus. Das Geld wird erstmalig im Jahr 2019 für Defizite ausgezahlt werden, die im Jahr 2018 entstanden sind.

Ansprechpartner

Zuständig für die Abwicklung der beiden Fördersäulen für ganz Bayern ist die Regierung von Oberfranken.

Weitere Informationen sowie die Antragsunterlagen finden Sie auf der Internetseite der Regierung von Oberfranken: