Ein Mitarbeiter steht vor der neu eingerichteten Schwerpunktpraxis in Deggendorf
Trotz der Impfungen stehen uns allen noch herausfordernde Monate bevor und wir dürfen in unserer Wachsamkeit und Vorsicht nicht nachlassen. Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, die notwendigen Schutzmaßnahmen nach wie vor einzuhalten und die sozialen Kontakte weiter zu reduzieren. Viele der derzeit geltenden Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen müssen auch noch weiter gelten.
Klaus Holetschek, Staatsminister, MdL

Hinweis zur Seitenaktualisierung

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der weitreichenden Änderungen im Zuge des Inkrafttretens der 16. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (16. BayIfSMV) zum 3. April 2022 werden die Inhalte dieser Webseite aktuell überarbeitet. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass dies wegen Klärung der rechtlichen Detailfragen einige Zeit in Anspruch nimmt und bemühen uns, Ihnen schnellstmöglich wieder die aktuellsten Informationen zur Verfügung stellen zu können.

Ihr Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Präventive Vorkehrungen treffen

Bayerisches Corona-Impfkonzept

Bayern hat am 27.12.2020 mit den ersten Impfungen gegen das SARS-CoV-2 Virus begonnen. Mittlerweile haben nahezu alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine Impfung schützt vor schweren Verläufen und entlastet unser Gesundheitssystem. Die Erst- & Zweitimpfung trägt dazu genau so bei wie eine Auffrischungsimpfung.

Erhalten können die Bürgerinnen und Bürger in Bayern ihre Corona-Schutzimpfung in den Impfzentren, bei mobilen Impfevents, bei vielen niedergelassenen Haus- und Fachärzten bzw. bei einigen Betriebsärztinnen sowie in einigen teilnehmenden Apotheken.

Weiterführende Informationen zur Bayerischen Impfstrategie finden Sie auf unserer Internetseite zur Corona-Schutzimpfung. Bei allgemeinen Fragen rund um das Thema Impfen können Sie sich an die Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter 09131/6808 5101 wenden.

Maskenpflicht

Auch über den 2. April 2022 hinaus bleibt die die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske (Maskenpflicht) in bestimmten Einrichtungen bestehen.
Dazu zählen:

  • Arztpraxen,
  • Krankenhäuser,
  • Vorsorge- und Reha-Einrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare Versorgung erfolgt,
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren,
  • Dialyseeinrichtungen,
  • Tageskliniken,
  • Rettungsdienste,
  • ambulante Pflegedienste,
  • voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen und
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Darüber hinaus gilt die Maskenpflicht nach wie vor im ÖPNV und außerdem in Obdachlosen- und Flüchtlingseinrichtungen, außer in den privaten Räumlichkeiten.

Es wird weiter empfohlen, in geschlossenen Räumlichkeiten eine medizinische Gesichtsmaske oder eine FFP2-Maske zu tragen.

Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und dem 16. Geburtstag müssen nur eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

Für Beschäftigte gilt während ihrer dienstlichen Tätigkeit die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen.

Ausnahmen für die Maskenpflicht gelten für:

  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag
  • Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung, aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Dabei erfolgt die Glaubhaftmachung bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung im Original, die die fachlich-medizinische Beurteilung des Krankheitsbildes (Diagnose), den lateinischen Namen oder die Klassifizierung der Erkrankung nach ICD 10 sowie den Grund, warum sich hieraus eine Befreiung der Tragepflicht ergibt, enthält.

Maskenpflicht

Um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, müssen potenzielle Infektionswege frühzeitig abgeschnitten werden. Daher gilt in Gebäuden und geschlossenen Räumen einschließlich geschlossener öffentlicher Fahrzeugbereiche, Kabinen und Ähnlichem die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske/ FFP2-Maske (Maskenpflicht). Unter freiem Himmel besteht die Maskenpflicht bei Veranstaltungen, die Zugangsbeschränkungen im Sinne der 2G plus-Regelung unterliegen.

Die Maskenpflicht gilt nicht

  • innerhalb privater Räumlichkeiten,
  • am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz, soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören (dies trifft nicht auf Fahrgäste im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr sowie bei der Schülerbeförderung zu),
  • für Gäste in der Gastronomie, solange sie am Tisch sitzen,
  • bei Dienstleistungen, soweit die Art der Leistung sie nicht zulässt,
  • für das Personal, soweit in Kassen- und Thekenbereichen durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist und
  • aus sonstigen zwingenden Gründen (z.B. aus Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung).
  • Ausnahmen für die Maskenpflicht gelten außerdem für
    • Kinder bis zum sechsten Geburtstag
    • Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung, aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Dabei erfolgt die Glaubhaftmachung bei gesundheitlichen Gründen insbesondere durch eine ärztliche Bescheinigung, die die fachlich-medizinische Beurteilung des Krankheitsbildes (Diagnose), den lateinischen Namen oder die Klassifizierung der Erkrankung nach ICD 10 sowie den Grund, warum sich hieraus eine Befreiung der Tragepflicht ergibt, enthält.

Hygiene- und Schutzmaßnahmen einhalten

Ein paar allgemeine Schutzmaßnahmen im Alltag helfen, sich und andere vor Infektionen zu schützen. Helfen Sie auch weiterhin mit, indem Sie sich an die AHA + A + L-Regeln halten:

Abstand halten, mindestens 1,5 Meter zu anderen

Hygiene beachten, besonders Händewaschen & Niesetikette

Alltagsmaske, am sichersten im FFP2-Standard

App benutzen, weil die Corona-Warn-App hilft, Infektionsketten zu durchbrechen

Lüften in Innenräumen

Abstand Halten

Abstand halten, mindestens 1,5 Meter zu anderen

✓ Abstand halten, mindestens
1,5 Meter zu anderen

Hände waschen

✓  Hygiene beachten:
Regelmäßiges Händewaschen

Niesetikette

✓  Hygiene beachten:
Die Niesetikette einhalten

Maske tragen

Alltagsmaske nutzen,
am sichersten im FFP2-Standard

App benutzen

✓ Die Corona-Warn-App hilft,
Infektionsketten zu durchbrechen

Lüften

✓ Regelmäßiges Lüften
in Innenräumen

Infektionen frühzeitig erkennen

Bayerische Teststrategie

Wichtigstes Instrument gegen die Corona-Pandemie ist das Impfen, das durch ein breitflächiges und niedrigschwelliges Impfangebot für die Bevölkerung zur Verfügung steht. Doch auch das Testen stellt ein wichtiges Werkzeug zur Eindämmung der Pandemie dar, um Infektionen schnell aufdecken und Infektionsketten unterbrechen zu können. Daher haben seit 13. November 2021 wieder alle asymptomatischen Bürgerinnen und Bürger – unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus – Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Antigen-Schnelltest (PoC-Test) pro Woche. Die Kosten hierfür trägt der Bund (sog. Bürgertestung).

Registrierung, um Testungen nach § 4a der Testverordnung (TestV) durchführen zu können

Um den Bürgerinnen und Bürgern ein weiteres niederschwelliges und flächendeckendes Testangebot machen zu können, haben engagierte Betriebe bzw. Einrichtungen die Möglichkeit, sich als berechtigte Leistungserbringer zur Abnahme von Antigen-Schnelltests registrieren können.

Die Leistungserbringer, die vor dem 01.07.2021 beauftragt wurden, können grundsätzlich weiterhin ihre Teststellen betreiben. Durch die Neufassung der TestV ergeben sich jedoch wichtige Änderungen. Das StMGP hat hierfür ein Merkblatt erstellt, das die maßgeblichen Änderungen und notwendigen Handlungsschritte zusammenfasst.

Leistungserbringer, die seit dem 01.07.2021 als Teststelle tätig werden wollen, wenden sich an das für sie zuständige Gesundheitsamt und beachten dieses Merkblatt. Eine Liste mit den Kontakt-E-Mail-Adressen der jeweiligen Gesundheitsämter finden Sie ebenfalls gleich hier.

Wichtig: Um den Schutz der Testpersonen sowie des Personals vor Infektionsübertragungen zu gewährleisten, bitte zwingend den Musterhygieneplan beachten und einhalten.

Wenn Sie Fragen zur Abrechnung der kostenlosen Bürgertests nach § 4a TestV mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) haben, werfen Sie einen Blick auf das erklärende Schaubild (PDF, 80 KB).

Schaubild zum Abrechnungsweg der Bürgertests mit der KVB

Schaubild des Weges zur Abrechnung der kostenlosen Bürgertests nach § 4a TestV mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns
Zur vergrößerten Ansicht sowie Download als PDF (80 KB) einfach auf das Schaubild klicken.

E-Mail-Adressen der zuständigen Gesundheitsämter, um sich als Teststelle für Testungen nach § 4a TestV zu registrieren

Landkreis / Kreisfreie StadtRegierungsbezirkKontakt-Mail-Adressen
Ingolstadt (Krfr.St)Oberbayerntestzentrum-koordination@ingolstadt.de
München, LandeshauptstadtOberbayernschnelltestungen.gsr@muenchen.de
Rosenheim (Krfr.St)Oberbayernschnelltest@lra-rosenheim.de
Altötting (Lkr)Oberbayernschnellteststationen@lra-aoe.de
Berchtesgadener Land (Lkr)OberbayernGesundheitsamt@lra-bgl.de
Bad Tölz-Wolfratshausen (Lkr)Oberbayerng-amt@lra-toelz.de
Dachau (Lkr)Oberbayernteststationen@lra-dah.bayern.de
Ebersberg (Lkr)Oberbayernbeauftragung-teststation@lra-ebe.de
Eichstätt (Lkr)Oberbayerngesundheitswesen@lra-ei.bayern.de
Erding (Lkr)Oberbayerncorona@lra-ed.de
Freising (Lkr)OberbayernTeststrategie@kreis-fs.de
Fürstenfeldbruck (Lkr)OberbayernLeistungE-TestV@lra-ffb.de
Garmisch-Partenkirchen (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@LRA-GAP.de
Landsberg am Lech (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@lra-ll.bayern.de
Miesbach (Lkr)Oberbayernbuergertestungen@lra-mb.bayern.de
Mühldorf a.Inn (Lkr)Oberbayernbeauftragung-schnelltest@lra-mue.de
München (Lkr)Oberbayernkoordination-testzentren@lra-m.bayern.de
Neuburg-Schrobenhausen (Lkr)OberbayernMeldeportal@neuburg-schrobenhausen.de
Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@landratsamt-paf.de
Rosenheim (Lkr)Oberbayernschnelltest@lra-rosenheim.de
Starnberg (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@lra-starnberg.de
Traunstein (Lkr)OberbayernTest.Corona@traunstein.bayern
Weilheim-Schongau (Lkr)Oberbayerngesundheitsamt@lra-wm.bayern.de
Landshut (Krfr.St)Niederbayerngesundheit@landkreis-landshut.de
Passau (Krfr.St)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-passau.de
Straubing (Krfr.St)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-straubing-bogen.de
Deggendorf (Lkr)Niederbayerncorona-testzentren@lra-deg.bayern.de
Freyung-Grafenau (Lkr)Niederbayernlgl-corona-testportal@landkreis-frg.de
Kelheim (Lkr)Niederbayernbuergertest@landkreis-kelheim.de
Landshut (Lkr)Niederbayerngesundheit@landkreis-landshut.de
Passau (Lkr)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-passau.de
Regen (Lkr)Niederbayerngesundheitswesen@lra.landkreis-regen.de
Rottal-Inn (Lkr)Niederbayerngesundheitsamt@rottal-inn.de
Straubing-Bogen (Lkr)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-straubing-bogen.de
Dingolfing-Landau (Lkr)Niederbayerngesundheitsamt@landkreis-dingolfing-landau.de
Amberg (Krfr.St)Oberpfalzcorona-verwaltung@amberg-sulzbach.de
Regensburg (Krfr.St)Oberpfalzgesundheitsamt@landratsamt-regensburg.de
Weiden i.d.OPf. (Krfr.St)Oberpfalzgesundheitsamt@neustadt.de
Amberg-Sulzbach (Lkr)Oberpfalzcorona-verwaltung@amberg-sulzbach.de
Cham (Lkr)Oberpfalzbeauftragungen_oegd@lra.landkreis-cham.de
Neumarkt i.d.OPf. (Lkr)Oberpfalzgesundheitsamt@landkreis-neumarkt.de
Neustadt a.d.Waldnaab (Lkr)Oberpfalzgesundheitsamt@neustadt.de
Regensburg (Lkr)Oberpfalzgesundheitsamt@lra-regensburg.de
Schwandorf (Lkr)OberpfalzGesundheitsamt@Landkreis-Schwandorf.de
Tirschenreuth (Lkr)Oberpfalzgesundheitsamt@tirschenreuth.de
Bamberg (Krfr.St)Oberfrankengemeinsames Gesundheitsamt mit Landkreis Bamberg
Bayreuth (Krfr.St)Oberfrankengemeinsames Gesundheitsamt mit Landkreis Bayreuth
Coburg (Krfr.St)Oberfrankengemeinsames Gesundheitsamt mit Landkreis Coburg
Hof (Krfr.St)Oberfrankengemeinsames Gesundheitsamt mit Landkreis Hof
Bamberg (Lkr)Oberfrankenmfa-team@lra-ba.bayern.de
Bayreuth (Lkr)OberfrankenKatrin.Kuerzdoerfer@lra-bt.bayern.de
Coburg (Lkr)Oberfrankenschnelltestzentren@landkreis-coburg.de
Forchheim (Lkr)OberfrankenCorona-Test@lra-fo.de
Hof (Lkr)OberfrankenBeauftragungen@landkreis-hof.de
Kronach (Lkr)Oberfrankengesundheitsamt@lra-kc.bayern.de
Kulmbach (Lkr)Oberfrankenschnelltestangebot@landkreis-kulmbach.de
Lichtenfels (Lkr)Oberfrankenbeauftragung.schnelltestzentrum@landkreis-lichtenfels.de
Wunsiedel i.Fichtelgebirge (Lkr)Oberfrankentestbeauftragung@landkreis-wunsiedel.de
Ansbach (Krfr.St)Mittelfrankengesundheitsamt@landratsamt-ansbach.de
Erlangen (Krfr.St)Mittelfrankengesundheitsamt@erlangen-hoechstadt.de
Fürth (Krfr.St)Mittelfrankengesundheitsamt@lra-fue.bayern.de
Nürnberg (Krfr.St)Mittelfrankengh-schnelltestzentren@stadt.nuernberg.de
Schwabach (Krfr.St)MittelfrankenBuergertestung@Landratsamt-Roth.de
Ansbach (Lkr)Mittelfrankengesundheitsamt@landratsamt-ansbach.de
Erlangen-Höchstadt (Lkr)Mittelfrankengesundheitsamt@erlangen-hoechstadt.de
Fürth (Lkr)Mittelfrankengesundheitsamt@lra-fue.bayern.de
Nürnberger Land (Lkr)Mittelfrankengesundheitsamt@nuernberger-land.de
Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim (Lkr)MittelfrankenTestbeauftragung@kreis-nea.de
Roth (Lkr)MittelfrankenBuergertestung@Landratsamt-Roth.de
Weißenburg-Gunzenhausen (Lkr)Mittelfrankenantigentestungen.gesund@landkreis-wug.de
Aschaffenburg (Krfr.St)Unterfrankeninfektionsschutz@lra-ab.bayern.de
Schweinfurt (Krfr.St)Unterfrankenga-leitung@lrasw.de
Würzburg (Krfr.St)Unterfrankenbuergertestungen@lra-wue.bayern.de
Aschaffenburg (Lkr)Unterfrankeninfektionsschutz@lra-ab.bayern.de
Bad Kissingen (Lkr)Unterfrankengesundheitsamt@kg.de
Rhön-Grabfeld (Lkr)Unterfrankengesundheitsamt@rhoen-grabfeld.de
Haßberge (Lkr)UnterfrankenGesundheitsamt@landratsamt-hassberge.de
Kitzingen (Lkr)UnterfrankenGesundheitsamt@kitzingen.de
Miltenberg (Lkr)Unterfrankenbeauftragung@lra-mil.de
Main-Spessart (Lkr)UnterfrankenPoCTestzentren@Lramsp.de
Schweinfurt (Lkr)Unterfrankenga-leitung@lrasw.de
Würzburg (Lkr)Unterfrankenbuergertestungen@lra-wue.bayern.de
Augsburg (Krfr.St)Schwabensti.gesundheitsamt@augsburg.de
Kaufbeuren (Krfr.St)Schwabenralf.kinkel@lra-oal.bayern.de
Kempten (Allgäu) (Krfr.St)SchwabenKomFue@kempten.de
Memmingen (Krfr.St)Schwabentestzentrum@memmingen.de
Aichach-Friedberg (Lkr)Schwabengesundheitsamt@lra-aic-fdb.de
Augsburg (Lkr)Schwabengesundheitsamt@lra-a.bayern.de.
Dillingen a.d.Donau (Lkr)Schwabengesundheit@landratsamt.dillingen.de
Günzburg (Lkr)Schwabencorona@landkreis-guenzburg.de
Neu-Ulm (Lkr)SchwabenTestung@lra.neu-ulm.de
Lindau (Bodensee) (Lkr)Schwabentestv@landkreis-lindau.de
Ostallgäu (Lkr)Schwabenralf.kinkel@lra-oal.bayern.de
Unterallgäu (Lkr)Schwabenbuergertestungen@lra.unterallgaeu.de
Donau-Ries (Lkr)Schwabentestzentrum@lra-donau-ries.de
Oberallgäu (Lkr)Schwabengesundheitsamt@lra-oa.bayern.de
Die App ist unser digitales Gedächtnis im Kampf gegen die Pandemie. Sie merkt sich unsere Begegnungen – auch mit Menschen, die wir nicht persönlich kennen. Das können zum Beispiel Menschen sein, denen wir in Bus oder Bahn begegnen. Wenn eine Nutzerin oder ein Nutzer sich als infiziert meldet, schlägt die App Alarm und benachrichtigt alle seine aufgezeichneten Kontakte. Das ist ein großer Fortschritt bei der Suche nach Kontaktpersonen und unterstützt die wertvolle Arbeit unserer Gesundheitsämter ungemein.
Klaus Holetschek, Staatsminister, MdL

Ansteckungsgefahr durch die Corona-Warn-App eindämmen

Die Corona-Warn-App nutzt die Bluetooth-Technik, um den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen zu messen, die die App installiert haben. Die Smartphones „merken“ sich Begegnungen, wenn die vom RKI festgelegten Kriterien zu Abstand und Zeit erfüllt sind. Dann tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Werden Personen, die die App nutzen, positiv auf das Coronavirus getestet, können sie freiwillig andere Nutzerinnen und Nutzer darüber informieren. Dann werden die Zufallscodes des Infizierten allen Personen zur Verfügung gestellt, die die Corona-Warn-App nutzen. Wenn Sie die App installiert haben, prüft diese für Sie, ob Sie die Corona-positiv getestete Person getroffen haben. Diese Prüfung findet nur auf Ihrem Smartphone statt. Falls die Prüfung positiv ist, zeigt Ihnen die App eine Warnung an. Zu keinem Zeitpunkt erlaubt dieses Verfahren Rückschlüsse auf Sie oder Ihren Standort. Nutzerinnen und Nutzer können sich in der App auch über das aktuelle Infektionsgeschehen (lokal und deutschlandweit) und den Status der COVID-19-Impfungen in Deutschland informieren.

Mit der Funktion der Event-Registrierung können Nutzerinnen und Nutzer im Einzelhandel, bei Veranstaltungen oder privaten Treffen per QR-Code einchecken. Der Check-In wird lokal auf dem Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen automatisch gelöscht.

Außerdem bietet die App die Möglichkeit, Impfzertifikate, Genesenenzertifikate und Testzertifkate zu hinterlegen. Die Anwendung kann somit genutzt werden, um nachzuweisen, dass die 3G- oder 2G-Regel (geimpft, genesen (oder getestet)) erfüllt wird.

Die App wird stetig weiterentwickelt und um neue Funktionen ergänzt. Informationen zu den Aktualisierungen finden Sie hier. Die App kann im Apple-Store und Play-Store heruntergeladen werden.

Weiterführende Informationen zur Funktionsweise der App finden Sie hier:

Infektionsketten bestmöglich eindämmen

Containment-Strategie

Die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen, die Anzahl der täglichen Neuerkrankungen an COVID-19 soweit wie möglich zu reduzieren und insbesondere Menschen zu schützen, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben: Das ist das Ziel der Containment-Strategie des Freistaats.

Ein Kernelement des Containments – der Begriff steht für „Eindämmung“ oder „Eingrenzung“ – ist die frühzeitige Erkennung und Isolierung von Infizierten. Abhängig davon, wo der Ausbruch erfolgt, sind diese verbunden mit einem gestuften Vorgehen zum Schutz der Bevölkerung, beginnend mit lokalen Maßnahmen bei Ausbruchsgeschehen in einzelnen Einrichtungen oder Gruppen bis hin zu weiterreichenden Beschränkungen, wenn eine Überlastung des Gesundheitssystems droht.

Wesentlich für ein erfolgreiches Containment ist die Bayerische Teststrategie mit ihrem breit angelegten Testangebot, der schnellen Durchführung von Tests auf SARS-CoV-2 und der kurzfristigen Mitteilung der Ergebnisse.

Positiver Coronatest

Isolation positiv getesteter Personen

Positiver Test – ein Handlungsleitfaden

Wie muss man sich verhalten, wenn man selbst oder ein Familienmitglied positiv getestet wird? Wie lange dauert die Isolation, welche Unterlagen braucht man für eine mögliche Entschädigungszahlung? Diese und weitere Fragen stellen sich, wenn die Nachricht über das Testergebnis eintrifft. Wir möchten Ihnen helfen, einen Überblick zu behalten.

In diesem Handlungsleitfaden informieren wir über Vorschriften, Verhaltensregeln und Hygiene:

Übersicht positives Testergebnis

Grafik zum Verhalten im Fall eines positiven Testergebnisses
Positives Testergebnis? Was zu beachten ist. - Zum Vergrößern einfach auf die Grafik klicken.

Sie wurden positiv getestet? Am wichtigsten ist sofortige Isolation!

Was passiert, wenn ich positiv getestet wurde?

Alle Personen, bei denen ein von einer medizinischen Fachkraft oder einer vergleichba-ren, hierfür geschulten Person vorgenommener Nukleinsäure- oder Antigentest ein posi-tives Ergebnis hat, müssen sich unverzüglich nach Erhalt des positiven Testergebnisses in Isolation begeben. Als Nukleinsäuretest gelten PCR-Tests, PoC-PCR-Tests und Tes-tungen mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik.

Die Stelle, die das Testergebnis bekannt gibt, informiert die Person schriftlich oder elekt-ronisch über die Verpflichtung zur Isolation. Das positive Testergebnis wird zudem direkt an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet, sodass sich die getestete Person dort nicht auch noch melden muss.

Eine Ausnahme gilt, wenn eine Person nach Deutschland einreist und zuvor im Ausland – also außerhalb des räumlichen Geltungsbereichs des Infektionsschutzgesetzes – posi-tiv getestet wurde: Sie muss sich umgehend beim Gesundheitsamt des Aufenthaltsortes melden.

Wer ist zu informieren?

Wenn Sie positiv auf Corona getestet wurden, informieren Sie Ihre Haushaltsangehörigen. Auch sie sollten aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos eigenverantwortlich vorsorglich ihre Kontakte soweit möglich reduzieren und sich testen.

Falls Sie Kontakt zu Personen haben, die in Einrichtungen arbeiten, in denen Menschen mit einem hohen Risiko für schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung behandelt oder betreut werden, informieren Sie diese bitte ebenfalls. Es gibt besondere Empfehlungen für Beschäftigte, die mit gefährdeten Menschen arbeiten.

Eine Quarantänepflicht für enge Kontaktpersonen besteht nicht mehr. Lediglich in Ausnahmefällen kann die zuständige Kreisverwaltungsbehörde noch Quarantäneanordnungen aussprechen.

Was ist zu tun bei einem positiven Test in der Schule?

Erhält ein Schüler oder eine Schülerin im beaufsichtigten Selbsttest in der Schule ein positives Ergebnis, benachrichtigt die Schule die Eltern, damit er oder sie umgehend abgeholt wird oder in Absprache mit diesen selbstständig heimgeht und dort die Isolation einhält. Der Unterricht darf nicht weiter besucht werden. Ein positiver Selbsttest sollte durch einen PCR-Test (z. B. im Testzentrum) bestätigt werden, das Gesundheitsamt informiert über das weitere Vorgehen.

Was ist zu tun bei einem positiven Test in der Kita?

Auch Kita-Kinder, die ein positives Ergebnis im Selbsttest haben, dürfen die Einrichtung nicht besuchen und sollten das Ergebnis durch einen PCR-Test (z. B. im Testzentrum) bestätigen lassen. Es müssen sofort alle Kontakte so weit wie möglich reduziert werden. Die Eltern sollten die Einrichtung unverzüglich über ein positives Testergebnis unterrichten. Dies gilt sowohl für ein positives Ergebnis im Selbsttest als auch für ein positives Ergebnis im zertifizierten Antigen-Schnelltest oder im PCR-Test.

Der Antigentest ist positiv, der anschließende Nukleinsäuretest aber negativ?

Dann darf die Isolation beendet werden: Bei Personen, die mittels Antigentest durch eine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person positiv getestet werden, endet die Isolation, falls der erste nach dem positiven Antigentest bei diesen Personen vorgenommene Nukleinsäuretest ein negatives Ergebnis aufweist, mit dem Vorliegen dieses negativen Testergebnisses.

Wie lange muss ich mich isolieren, wenn der Nukleinsäuretest positiv ist?

Ist der Nukleinsäuretest positiv, gilt sofortige Isolation. 

In der Regel darf die Isolation frühestens nach Ablauf von 5 Tagen ohne Abschlusstest beendet werden. Voraussetzung ist, dass seit mindestens 48 Stunden keine Krankheitszeichen bestehen (Symptomfreiheit).

  • Sollte an Tag 5 noch keine 48 Stunden Symptomfreiheit bestehen, so muss die Isolation fortgesetzt werden – so lange, bis seit mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit vorliegt, höchstens aber bis zum Ablauf von 10 Tagen.
  • Die Berechnung der Isolationsdauer beginnt am Tag nach dem Erstnachweis des Erregers. Tag 1 der Isolation ist also der erste Tag nach der Abstrichnahme für den Antigen- oder Nukleinsäuretest.

Nachdem die Isolation beendet wurde, werden für weitere 5 Tage besondere Vorsichtsmaßnahmen empfohlen. Dazu zählen:

  • das Tragen einer FFP-2 Maske außerhalb der eigenen Wohnung, insbesondere in geschlossenen Räumen,
  • das Vermeiden von unnötigen Kontakten zu anderen Personen, etwa durch Arbeit im Home-Office, wenn möglich

Personen, die nach Beendigung der Isolation am Tag 10 weiterhin Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion aufweisen, wird empfohlen, sich bis zum Vorliegen eines negativen Selbsttestergebnisses, längstens jedoch für weitere fünf Tage in freiwillige Selbstisolation zu begeben.

Was gilt bei einem erneuten positiven Test vor Beendigung der Isolation?

Es wird keine erneute Isolationspflicht und auch keine Verlängerung der bereits bestehenden Isolationspflicht begründet. Weder ein vor Beendigung der Isolation freiwillig durchgeführter Antigentest (unabhängig davon, ob dieser durch eine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person durchgeführt oder überwacht wurde oder ob es sich um einen Selbsttest handelt) noch ein PCR-Test haben eine erneute Isolationspflicht oder eine Verlängerung der bestehenden Isolationspflicht zur Folge.

Die Beendigung der Isolation richtet sich nach den Regelungen der AV Isolation.

Eine Testung während noch andauernder Isolation ist grundsätzlich nicht angezeigt.

Was gilt bei positivem Test nach Beendigung der Isolation?

Hier sind zwei Fälle zu unterscheiden:

  • Erfolgt der positive Test innerhalb eines Zeitraums von vier Wochen ab dem ursprünglichen Erstnachweis des Erregers, so gilt dieser Test nicht als neuer Erstnachweis, sondern als Folgenachweis des ursprünglichen Erstnachweises. Es entsteht keine neue Pflicht zur Isolation, denn die aus der AV Isolation an den Erstnachweis anknüpfende Isolationsdauer ist bereits abgelaufen. Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann im Einzelfall eine abweichende Entscheidung treffen.
  • Erfolgt der positive Test hingegen später als vier Wochen nach dem ursprünglichen Erstnachweis ist eine Beurteilung durch die zuständige Kreisverwaltungsbehörde erforderlich. Diese entscheidet über das weitere Vorgehen.

Ein positiver Selbsttest nach Beendigung der Isolation begründet dagegen keine erneute Isolationspflicht.

Kontakt zu einer infizierten Person – Was ist zu tun?

Handlungsleitfaden für Kontaktpersonen

Wer Kontakt zu einer Person hatte, die mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist, hat möglicherweise ein hohes Ansteckungsrisiko – abhängig davon, wie eng und wie lang der Kontakt war und unter welchen Bedingungen er stattfand. Nicht immer muss ein Kontakt zu einer Infektion führen, doch von der derzeit vorherrschenden Omikron-Variante des Virus ist bekannt, dass sie besonders leicht übertragen wird. Infizierte Personen sollten ihre Kontaktpersonen daher informieren, sobald sie von ihrem positiven Testergebnis erfahren.

Wie muss man sich als Kontaktperson verhalten? Wir haben die wichtigsten Informationen in einer PDF-Datei zusammengefasst. Falls Sie darüber hinaus noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihr Gesundheitsamt. Auch die Coronavirus-Hotline der Staatsregierung hilft unter der Telefonnummer 089 / 122 220 weiter.

Isolation und Quarantäne

Übersichtsgrafik zu Isolation und Quarantäne: Zeiträume, Entlasskriterien, Ausnahmen
Übersichtsgrafik zu Isolation und Quarantäne: Zeiträume, Entlasskriterien, Ausnahmen - Zum Vergrößern einfach auf die Grafik klicken.

 Wann besteht eine Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus SARS-CoV-2?

Ansteckungsfahr besteht bei engem Kontakt zu einer infizierten Person

  • bereits innerhalb von 2 Tagen vor dem Symptombeginn der infizierten Person,
  • während der gesamten Zeit, in der die infizierte Person Krankheitszeichen zeigt und auch
  • innerhalb von 2 Tagen vor Abnahme des positiven Tests bei der infizierten Person, falls diese keine Krankheitszeichen zeigt.

Ein „enger Kontakt“ ist zum Beispiel, wenn der Abstand untereinander über mehr als 10 Minuten weniger als 1,5 Meter betrug und weder die infizierte Person noch ihre Kontaktpersonen durchgehend und korrekt eine medizinische Gesichtsmaske oder eine FFP2-Maske getragen haben. Ein Gespräch zwischen infizierter Person und Kontaktperson gilt zudem immer als „enger Kontakt“, unabhängig davon, wie lang es dauert, wenn nicht beide eine korrekt sitzende Maske getragen haben.

Wer Kontakt mit einer infizierten Person in einem Zeitraum hatte, in dem eine Ansteckungsgefahr bestand, zum Beispiel am Arbeitsplatz, sollte Folgendes beachten:

  • Kontakt zu anderen Personen einschränken, vor allem zu Risikopersonen, die gefährdet sind, schwer an COVID-19 zu erkranken.
  • AHA+L-Formel beachten: Abstand wahren, Hygieneregeln berücksichtigen, im Alltag Maske tragen (höchste Sicherheit bietet eine FFP2-Maske!) und lüften.
  • Regelmäßig testen: Empfehlung zur täglichen Selbsttestung für 5 Tage. Auch bei einer Warnung der Corona Warn-App sollte eine Testung vorgenommen werden.
  •  Selbstbeobachtung für 5 Tage: Insgesamt 5 Tage nach dem letzten Kontakt zur infizierten Person auf Corona-spezifische Symptome achten.
  • Falls Krankheitszeichen auftreten: Unverzüglich Selbstisolation, ärztliche Abklärung und Mitteilung an das zuständige Gesundheitsamt.
  • Wer kann, sollte im Home-Office arbeiten.

Eine Quarantänepflicht für enge Kontaktpersonen besteht nicht mehr. Lediglich in Ausnahmefällen kann die zuständige Kreisverwaltungsbehörde noch Quarantäneanordnungen aussprechen.

Quarantäne enger Kontaktpersonen

Wer gilt als enge Kontaktperson?

Enge Kontaktpersonen sind Personen mit Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall, bei denen mindestens eine der folgenden Situationen und somit ein erhöhtes Infektionsrisiko bestand und denen vom Gesundheitsamt mitgeteilt wurde, dass sie als enge Kontaktperson eingestuft werden:

  • Enger Kontakt (weniger als 1,5 m) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Infizierte Person und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske).
  • Gespräch (sogenannter „face-to-face-Kontakt“, weniger als 1,5 m und unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = infizierte Person und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske).
  • Gleichzeitiger Aufenthalt im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für mehr als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt ein Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske getragen wurde.

Wann muss ich als enge Kontaktperson in Quarantäne?

Personen, die engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten (Kontaktpersonen) und für die das Gesundheitsamt Quarantäne anordnet, müssen sich unverzüglich häuslich absondern. Sie dürfen die Quarantäne weder verlassen noch Besuch von haushaltsfremden Personen empfangen.

Für eine Quarantäneanordnung kontaktiert das Gesundheitsamt vorrangig Kontaktpersonen, die in Einrichtungen leben oder arbeiten, wo Kontakt zu Menschen besteht, die ein hohes Risiko für schwere Verläufe von COVID-19 haben.

Personen, die nicht diesen Gruppen angehören, werden nicht mehr vom Gesundheitsamt kontaktiert. Stattdessen sollen sie durch die infizierten Personen selbst informiert werden. Wer auf diese Weise erfährt, dass er Kontakt zu einer infizierten Person hatte, sollte eigenverantwortlich seine eigenen Kontakte reduzieren, die allgemeinen Hygieneregeln genau befolgen, sich mit einem Schnelltest selbst testen und auf mögliche Krankheitszeichen von COVID-19 achten.

Wichtig zu wissen: Solange keine Krankheitszeichen auftreten und die ggf. durchgeführten Corona-Tests negativ sind, muss kein Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen werden und es besteht keine Quarantänepflicht.

Aber: Wenn Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer nicht im Homeoffice arbeiten können, ist Kontakt zum Gesundheitsamt aufzunehmen. Das Gesundheitsamt prüft, ob aufgrund der engen Kontaktsituation eine Quarantäne anzuordnen ist und wird Ihnen in diesem Fall eine Bescheinigung über die Quarantänepflicht übermitteln, die als Nachweis für einen gegebenenfalls bestehenden Entschädigungsanspruch gem. § 56 IfSG dient.

Wichtig: Wer eine Auffrischungsimpfung hat, frisch zweifach geimpft oder genesen ist, ist von der Quarantänepflicht ausgenommen. Eine Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt ist dann nicht erforderlich! Mehr dazu unter „Welche Ausnahmen für die Quarantänepflicht gibt es?“.

Welche Ausnahmen für die Quarantänepflicht gibt es?

  1. Zeitlich unbegrenzt sind von der Quarantänepflicht ausgenommen:
  • Geboosterte mit drei Impfungen
  • Genesene nach PCR-bestätigter Infektion und danach mindestens einer Impfung
  • Personen mit spezifischem Antikörpernachweis und danach mindestens einer Impfung
  • Geimpfte mit mindestens einer Impfung, die danach von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind (ab dem 29. Tag nach positivem PCR-Test)
  1. Zeitlich begrenzt sind von der Quarantänepflicht ausgenommen:
  • Zweifach Geimpfte (ab dem 15. Tag bis zum 90. Tag nach der zweiten Impfung)
  • Genesene (ab dem 29. Tag bis zum 90. Tag nach positivem PCR-Test).

Wann kann die Quarantäne verlassen werden?

Gemäß AV Isolation gilt eine Quarantänedauer von 10 Tagen mit der Möglichkeit einer Freitestung an Tag 7:

Die Quarantäne für Kontaktpersonen endet, wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall zehn Tage zurückliegt und während der Quarantäne keine für COVID-19 typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind.

Die Quarantäne endet vorzeitig, wenn der enge Kontakt zu dem bestätigten COVID-19 Fall mindestens 7 Tage zurückliegt, während der Quarantäne keine für COVID-19 typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind und ein frühestens 7 Tage nach dem letzten engen Kontakt durchgeführter Nukleinsäuretest oder Antigentest ein negatives Ergebnis zeigt. Für diese Freitestung an Tag 7 wird vom Bundesgesundheitsministerium ein zertifizierter Antigentest empfohlen, also ein Antigen-Schnelltest, der durcheine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person durchgeführt wird. Ein Selbsttest ist nicht zulässig!

Voraussetzung für das vorzeitige Ende der Quarantäne ist die Übermittlung des negativen Testergebnisses an das Gesundheitsamt, zum Beispiel per E-Mail.

Was gilt für Schülerinnen und Schüler sowie Kita-Kinder?

Für Schülerinnen und Schüler sowie für Kinder, die Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Heilpädagogische Tagesstätten besuchen, gibt es eine Sonderregelung: Für sie endet die häusliche Quarantäne bereits, wenn der enge Kontakt zu dem bestätigten COVID-19 Fall mindestens 5 Tage zurückliegt, während der Quarantäne keine für COVID-19 typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind und ein frühestens 5 Tage nach dem letzten engen Kontakt durchgeführter Nukleinsäuretest oder Antigentest ein negatives Ergebnis zeigt.

Der Nukleinsäuretest oder der Antigentest ist jeweils durch eine medizinische Fachkraft oder eine hierfür geschulte Person durchzuführen.

Voraussetzung für das vorzeitige Ende der Quarantäne ist die Übermittlung des negativen Testergebnisses an die zuständige Kreisverwaltungsbehörde, sofern diese nicht eine abweichende Entscheidung trifft.

Quarantäne von Verdachtspersonen

Wer gilt als Verdachtsperson?

Als Verdachtsperson gelten

  • Personen, bei denen
    • ein Antigentest, der nicht durch eine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person vorgenommen oder überwacht wurde, ein positives Ergebnis aufweist, oder
    • Erkrankungszeichen vorliegen, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hindeuten

und für die jeweils entweder das Gesundheitsamt einen Nukleinsäuretest auf SARS-CoV-2 angeordnet hat oder die sich aufgrund des positiven Ergebnisses des Antigentests oder nach ärztlicher Beratung aufgrund der Erkrankungszeichen einer Testung mittels Nukleinsäuretest auf SARS-CoV-2 unterzogen haben sowie

  • Personen, deren Abstrichprobe Teil einer Poolprobe ist, für die ein PCR-Pooltest ein positives Ergebnis erbracht hat

Wann muss ich in Quarantäne?

Verdachtspersonen müssen sich unverzüglich nach der Mitteilung des Gesundheitsamts über die Anordnung der Testung oder, wenn eine solche Anordnung nicht erfolgt ist, unverzüglich nach Vornahme der molekularbiologischen (PCR-)Testung in Quarantäne begeben. Dies gilt auch dann, wenn ein zuvor vorgenommener Antigentest ein negatives Ergebnis aufweist.

Das Gesundheitsamt oder der Arzt, der die Beratung vor der Testung vornimmt, informieren die Verdachtsperson schriftlich oder elektronisch über die Verpflichtung zur Quarantäne. Wenn ein Arzt im Rahmen eines Hausbesuchs oder beim Besuch in der Praxis einen Test macht, muss der Arzt die Verdachtsperson bei der Testabnahme über die Verpflichtung zur Quarantäne schriftlich oder elektronisch informieren. Verdachtspersonen sind dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden.

Wann endet die Quarantäne?

Die häusliche Quarantäne endet mit dem Vorliegen eines negativen PCR-Tests, spätestens jedoch mit Ablauf des fünften Tages nach dem Tag der Testung.

Entschädigung bei Verdienstausfall aufgrund der Corona-Pandemie

Entschädigung bei Absonderung nach § 56 Abs. 1 IfSG

Antrag auf Entschädigung beziehungsweise Erstattung nach Paragraf 56 Absatz eins des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG).

Zuständigkeit für Antragstellung

  • Ist die erwerbstätige Person Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer, stellt den Antrag die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber.
  • Ist die erwerbstätige Person Selbstständige oder Selbstständiger, stellt den Antrag die Selbstständige oder der Selbstständige selbst.

Anspruchsberechtigung

Eine Entschädigung für Verdienstausfall wird nach Paragraf 56 Absatz eins IfSG gewährt, wenn eine Person einem Tätigkeitsverbot oder einer Absonderung im Sinne des IfSG (auch aufgrund einer Rechtsverordnung) unterworfen wird. Eine Entschädigung für Verdienstausfall kann auch dann gewährt werden, wenn sich eine Person vor der Anordnung einer Absonderung oder eines Tätigkeitsverbots vorsorglich selbst absondert bzw. ihre berufliche Tätigkeit nicht ausübt, wenn zu diesem Zeitpunkt eine entsprechende behördliche Anordnung hätte erlassen werden können.

Dafür gelten insbesondere folgende Voraussetzungen:

  • Es besteht ein Tätigkeitsverbot oder eine Absonderung im Sinne des IfSG.
  • Infolge der Absonderung oder des Tätigkeitsverbots ist ein Verdienstausfall eingetreten (das heißt es bestehen keine vorrangigen Ansprüche zur Kompensation des Verdienstausfalls, zum Beispiel Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall).
  • Es gab keine Möglichkeit, den Verdienstausfall durch eine andere zumutbare Tätigkeit auszugleichen.
  • Der Antrag auf Entschädigung muss innerhalb von zwei Jahren nach Beginn des Tätigkeitsverbots oder Ende der Absonderung gestellt werden.
  • Es liegt kein Fall des Anspruchsausschlusses in Paragraf 56 Absatz eins Satz vier IfSG vor:

Eine Entschädigung nach den Sätzen eins und zwei erhält nicht, wer durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung oder anderen Maßnahme der spezifischen Prophylaxe, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder im Bereich des gewöhnlichen Aufenthaltsorts des Betroffenen öffentlich empfohlen wurde, oder durch Nichtantritt einer vermeidbaren Reise in ein bereits zum Zeitpunkt der Abreise eingestuftes Risikogebiet ein Verbot in der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit oder eine Absonderung hätte vermeiden können.

Beachten Sie dazu auch die Hinweise in der nebenstehenden Infobox „Formulare und weiterführende Links“.

Online-Antrag stellen

Zur Antragsstellung erforderliche Unterlagen für Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber

Dem Antrag sind stets folgende Unterlagen bei Antragsstellung beizufügen:

  • Bescheinigung über das Tätigkeitsverbot/ die Absonderung, aus der ein genauer Absonderungszeitraum hervorgeht bzw. der Nachweis über das positive Testergebnis, sofern eine Bescheinigung über das Tätigkeitsverbot/ die Absonderung nicht ausgestellt wurde;
    Ab dem 13.04.2022: Bescheinigung über das Tätigkeitsverbot/ die Absonderung bzw. der Nachweis über das positive Testergebnis sowie ggf. das nach Nr. 5 AV Isolation vom 12.4.2022 zur Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit erforderliche negative Testergebnis
  • Lohn- und Gehaltsbescheinigungen des betreffenden Monats / der betreffenden Monate der Quarantäne
  • Unterschriebene Erklärung der Arbeitnehmerin / des Arbeitnehmers

Gegebenenfalls sind dem Antrag zudem folgende weitere Unterlagen beizufügen (je nach Ihren Angaben im Antrag, sofern diese für die Antragsstellung im konkreten Einzelfall relevant sind):

  • Auszug aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag, wonach Paragraf 616 BGB abbedungen ist (nur erforderlich bei Quarantäne unter fünf Tagen)
  • Auszug aus dem Tarifvertrag über eine von den Regelungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EFZG) abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts
  • Nachweise für Aufwendungen der sozialen Sicherung im angemessenen Umfang gemäß Paragraf 58 IfSG

Die entsprechenden Unterlagen können Sie im Laufe des Antrags in den gängigen Dateiformaten (PDF, JPEG., etc.) hinzufügen. Ohne das Hinzufügen der genannten Unterlagen kann der Antrag nicht abgesendet werden.

Zur Antragsstellung erforderliche Unterlagen für Selbstständige

Dem Antrag sind stets folgende Unterlagen bei Antragsstellung beizufügen:

  • Bescheinigung über das Tätigkeitsverbot/ die Absonderung, aus der ein genauer Absonderungszeitraum hervorgeht bzw. der Nachweis über das positive Testergebnis, sofern eine Bescheinigung über das Tätigkeitsverbot/ die Absonderung nicht ausgestellt wurde;
    Ab dem 13.04.2022: Bescheinigung über das Tätigkeitsverbot/ die Absonderung bzw. der Nachweis über das positive Testergebnis sowie ggf. das nach Nr. 5 AV Isolation vom 12.4.2022 zur Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit erforderliche negative Testergebnis
  • letzter Steuerbescheid (vollständig)

In bestimmten Einzelfällen ist das Hinzufügen des letzten Steuerbescheids entbehrlich und Sie können alternativ eine Bescheinigung des Steuerberaters über das monatliche steuerpflichtige Nettoeinkommen (zum Beispiel Einnahmeüberschussrechnung) einreichen oder erklären, dass ein entsprechender Steuerbescheid nachgereicht wird. Sowohl die Einnahmenüberschussrechnung als auch das Nachreichen des Steuerbescheids ist allerdings nur in bestimmten Ausnahmefällen zulässig und bedarf einer besonderen Begründung (z.B. soweit ein Steuerbescheid bisher aufgrund des Zeitpunktes der Betriebsgründung noch nicht ergehen konnte). In diesen Fällen müssen Sie eine entsprechende Begründung abgeben.

Gegebenenfalls sind dem Antrag zudem folgende weitere Unterlagen beizufügen (je nach Ihren Angaben im Antrag, sofern diese für die Antragsstellung im konkreten Einzelfall relevant sind):

  • Bescheinigung des Steuerberaters über das monatliche steuerpflichtige Nettoeinkommen,
  • Nachweise über laufende Ausgaben zur sozialen Sicherung (zum Beispiel Beitragsübersicht),
  • Belege für finanzielle Unterstützung („Corona-Hilfe“),
  • Nachweise zur Erstattung von Mehrausgaben und nicht gedeckter Betriebsausgaben (unter anderem Gegenüberstellung der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben in den von der Quarantäne betroffenen Monaten in Einzelposten).

Die entsprechenden Unterlagen können Sie im Laufe des Antrags in den gängigen Dateiformaten (PDF, JPEG., etc.) hinzufügen. Ohne das Hinzufügen der genannten Unterlagen kann der Antrag nicht abgesendet werden.

Entschädigung bei Kinderbetreuung nach § 56 Abs. 1a IfSG

Antrag auf Entschädigung beziehungsweise Erstattung nach § 56 Abs. 1a des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG).

Zuständigkeit für Antragstellung

  • Ist die erwerbstätige Person Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer, stellt den Antrag die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber.
  • Ist die erwerbstätige Person Selbstständige oder Selbstständiger, stellt den Antrag die Selbstständige oder der Selbstständige selbst.

Anspruchsberechtigung

Nach § 56 Abs. 1a IfSG können Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer und Selbstständige für maximal zehn Wochen, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer und Selbstständige, die ihr Kind allein beaufsichtigen, betreuen oder pflegen, für maximal 20 Wochen eine Entschädigung beantragen, wenn

  • Der Deutsche Bundestag nach § 5 Abs. 1 Satz 1 IfSG eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat und
  • Die Schule oder Einrichtung zur Betreuung des Kindes oder eine Einrichtung für behinderte Menschen, die das Kind der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers oder der/des selbstständig Tätigen besucht, wird zur Verhinderung der Verbreitung einer Infektions- oder einer übertragbaren Krankheit vorübergehend geschlossen oder deren Betreten, auch aufgrund einer Absonderung des Kindes, wird untersagt oder von der zuständigen Behörde werden aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert, die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt oder es liegt eine behördliche Empfehlung vor, vom Besuch einer Einrichtung zur Betreuung von Kindern, einer Schule oder einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen abzusehen, und
  • das Kind hat das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben (d.h., dass das Kind höchstens 11 Jahre alt ist) oder das Kind ist behindert und auf Hilfe angewiesen und
  • das Kind wird von der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer bzw. der/dem selbstständig Tätigen selbst zu Hause betreut, und
  • eine anderweitige zumutbare Betreuung (zum Beispiel durch ältere Geschwister/Großeltern oder eine Notbetreuung in der Schule oder Betreuungseinrichtung) kann nicht sichergestellt werden, und
  • die erwerbstätige Person erleidet dadurch einen Verdienstausfall.

Der Anspruch nach § 56 Abs. 1a IfSG besteht in Bezug auf die dort genannten Maßnahmen auch unabhängig von einer durch den Deutschen Bundestag nach § 5 Absatz 1 Satz 1 festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite, soweit diese zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) im Zeitraum bis zum Ablauf des 19. März 2022 erfolgen.

Der Antrag auf Entschädigung muss innerhalb von 24 Monaten nach Ende der Schließung bzw. Untersagung des Betretens der Schule oder Betreuungseinrichtung gestellt werden.

Beachten Sie dazu auch die Hinweise in der nebenstehenden Infobox „Formulare und weiterführende Links“.

Online-Antrag stellen

Zur Antragsstellung erforderliche Unterlagen für Arbeitgeber

Voraussetzung für den Anspruch auf Entschädigung beziehungsweise Erstattung nach § 56 Abs. 1a IfSG ist, dass für die erwerbstätige sorgeberechtigte Person keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit bestanden hat. Arbeitgeber müssen sich von Ihren Arbeitnehmern hierzu eine entsprechende Versicherung einholen (siehe Vordruck „keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit“).

Diese Versicherung ist dem Antrag nicht bei Antragsstellung beizufügen. Die Regierungen können die Erklärung im Rahmen der Prüfung des Antrags allerdings jederzeit vom Arbeitgeber anfordern.

Dem Antrag sind stets folgende Unterlagen bei Antragsstellung beizufügen:

  • Eine Bescheinigung entweder über die Absonderung des Kindes oder über das Betretungsverbot bzw. die Schließung der Schule bzw. Betreuungseinrichtung.
  • Lohn- und Gehaltsbescheinigungen des betreffenden Monats/der betreffenden Monate der Kinderbetreuung.

Gegebenenfalls (je nach Ihren Angaben im Antrag) sind dem Antrag zudem folgende weitere Unterlagen beizufügen:

  • Sofern Sie in dem Antrag angeben, dass die Anwendung von § 616 BGB (Entgeltfortzahlung bei vorübergehender Verhinderung) im Arbeits- oder Tarifvertrag ausgeschlossen wurde, ist dem Antrag zudem ein entsprechender Auszug aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag beizufügen, wonach § 616 BGB abbedungen ist.
  • Sofern ein Antrag nach § 58 IfSG auf Erstattung der Beiträge zu sonstigen Versicherungen/sozialen Aufwendungen (also keine Pflichtversicherungen) gestellt werden soll, ist dem digitalen Antrag hierzu das gesonderte Antragsformular „Antrag nach § 58 IfSG – Elternhilfe“ (von dem jeweiligen Arbeitnehmer auszufüllen und zu unterschreiben) beizufügen.

Zur Antragsstellung erforderliche Unterlagen für Selbstständige

Dem Antrag sind stets folgende Unterlagen bei Antragsstellung beizufügen:

  • Eine Bescheinigung entweder über die Absonderung des Kindes oder über das Betretungsverbot bzw. die Schließung der Schule bzw. Betreuungseinrichtung.
  • Letzter Steuerbescheid (vollständig)

Gegebenenfalls (je nach Ihren Angaben im Antrag) sind dem Antrag zudem folgende weitere Unterlagen beizufügen:

  • Sofern Sie als Selbstständiger Ersatz Ihrer laufenden Aufwendungen zur sozialen Sicherung (z. B. Krankenversicherung/Krankenkasse, Altersvorsorge/Versorgungskammer/Rentenversicherung/freiwillige Lebensversicherung, Arbeitslosenversicherung u. ä.) beantragen, sind dem Antrag die entsprechenden Nachweise über Ihre laufende Ausgaben zur sozialen Sicherung (z. B. Beitragsübersicht) beizufügen.
  • In bestimmten Einzelfällen ist das Hinzufügen des letzten Steuerbescheids entbehrlich und Sie können alternativ eine Bescheinigung des Steuerberaters über das monatliche steuerpflichtige Nettoeinkommen (z.B. Einnahmeüberschussrechnung) einreichen oder erklären, dass ein entsprechender Steuerbescheid nachgereicht wird. Sowohl die Einnahmenüberschussrechnung als auch das Nachreichen des Steuerbescheids ist allerdings nur in bestimmten Ausnahmefällen zulässig und bedarf einer besonderen Begründung (z.B. soweit ein Steuerbescheid bisher aufgrund des Zeitpunktes der Betriebsgründung noch nicht ergehen konnte). In diesen Fällen müssen Sie eine entsprechende Begründung abgeben.

Die entsprechenden Unterlagen können Sie im Laufe des Antrags in den gängigen Dateiformaten (PDF, JPEG., etc.) hinzufügen. Ohne das Hinzufügen der genannten Unterlagen kann der Antrag nicht abgesendet werden.

Ältere Menschen und Risikogruppen schützen

Infektionsschutz- und Hygienekonzepte für Alten- und Pflegeheime und stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Das Bayerische Gesundheitsministerium gibt Alten- und Pflegeheime sowie stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe Handlungsempfehlungen für die Erstellung geeigneter Infektionsschutz- und Hygienekonzepte an die Hand. Basis sind die Allgemeinverfügungen zu den „Regelungen für Pflegeeinrichtungen“ und „Regelungen für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung“.

Wichtig ist:

  • Jede Pflegeeinrichtung hat einen Pandemiebeauftragten zu benennen, der bei einem Infektionsgeschehen alle Maßnahmen koordiniert und Ansprechpartner für die Behörden ist.
  • Bereits bei dem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung müssen geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Um Infektionsketten rasch unterbinden zu können, sieht das Konzept außerdem vor, betroffene Bewohnerinnen und Bewohner umgehend zu isolieren und/oder Erkrankte in Krankenhäuser oder andere Einrichtungen zu verlegen. Vor Ort arbeiten das Gesundheitsamt, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie die Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) – eng zusammen.

Ansprechpartner für häusliche Pflege

Pflegenden Angehörigen stehen neben der Pflegeberatung der Pflegekassen, Pflegestützpunkten und weiteren regionalen Beratungsstellen darüber hinaus die rund 100 Fachstellen für pflegende Angehörige für eine Beratung zur Verfügung. Diese seit 20 Jahren in Bayern existierenden Fachstellen haben sich als wichtige Anlaufstellen für pflegende Angehörige etabliert. Alle Fachstellen für pflegende Angehörige wurden vom Bayerischen Gesundheitsministerium auf die besondere Situation hingewiesen und gebeten, ihre Beratungen insbesondere per Telefon und E-Mail anzubieten, damit pflegende Angehörige ohne Ansteckungsrisiko auch weiterhin auf die Expertise zurückgreifen können.

Betrieb in Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderung, Frühförderstellen sowie Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken

In Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderung, in interdisziplinären Frühförderstellen sowie in Berufsbildung- und Berufsförderungswerken und vergleichbaren Einrichtungen findet der Betrieb bei Vorliegen eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes unter Berücksichtigung einrichtungsspezifischer Anforderungen und der Umstände vor Ort statt .

Es gelten die folgenden Rahmenbedingungen, die jeweils spezifisch an die Einrichtung angepasst werden:

  • Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf allen Begegnungs- und Verkehrsflächen, sowie überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • Nutzung der Fahrdienste bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern, beziehungsweise dann, wenn jeweils ein freier Sitzplatz zwischen den Fahrgästen eingehalten wird

Ausgeschlossen von der Beschäftigung und / oder Betreuung in der Einrichtung sind Personen, die

  • an einer einschlägigen Grunderkrankung leiden, die einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung bedingen kann
  • mit SARS-CoV-2 infiziert oder an COVID-19 erkrankt sind
  • in Kontakt stehen mit einer infizierten oder erkrankten Person oder bei denen seit dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person noch nicht 14 Tage vergangen sind
  • einer Quarantänemaßnahme unterliegen (beispielsweise nach Rückkehr von einer Reise)
  • die nicht in der Lage sind, die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln unter Zuhilfenahme der üblichen Unterstützungsleistungen einzuhalten

Bei Ausschluss einer Person aus den oben genannten Gründen ist der Einrichtungsträger verpflichtet, vollständige Isolation zu vermeiden und ein Mindestmaß an sozialen Kontakten zu gewährleisten.

In Werkstätten für behinderte Menschen hat der Einrichtungsträger dafür zu sorgen, dass die Betreuung und Beschäftigung der von einem Ausschluss aus oben genannten Gründen betroffenen Menschen weiterhin stattfinden kann. Dies geschieht durch:

  • Schaffung von festen Gruppen, sogenannten Notgruppen, möglichst ohne unmittelbaren Kontakt zu anderen Beschäftigten der Einrichtung
  • Notgruppen müssen in dem Hygiene- und Infektionsschutzkonzept der Einrichtung vorgesehen werden

Spezielle Besuchsregeln für Alten- und Pflegeheime, stationäre Einrichtungen der Behindertenhilfe und Krankenhäuser

Für Krankenhäusern und stationäre Pflegeeinrichtungen, Intensivpflege-WGs, Altenheimen und Seniorenresidenzen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gelten die Besuchsregelungen der jeweiligen Einrichtung. Für Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen und Freunde bedeutet dies einen Schritt zu mehr Normalität. Gleichzeitig steht der Schutz der Gesundheit mit passgenauen Hygienekonzepten, der Maskenpflicht für alle Besucherinnen und Besucher und dem Gebot des Mindestabstands weiter an erster Stelle.

Demnach haben die Einrichtungen Schutz- und Hygienekonzepte auf der Grundlage der vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepte in Absprache mit der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde auszuarbeiten.

Wesentliche Eckpunkte der Rahmenkonzepte sind

  • Einhalten von Mindestabständen und Hygieneregeln,
  • Berücksichtigung von Belangen der Bewohnerinnen und Bewohner bei Terminen,
  • Registrierung und Aufklärung beim Betreten,
  • bereichsbezogene Beschränkungen und Wege für Besucherinnen und Besucher,
  • sowie ein Betretungsverbot beim Vorliegen von Krankheitssymptomen.

Handlungsempfehlungen (Rahmenkonzept) für ein Besuchskonzept sowie zur sozialen Teilhabe in Alten- und Pflegeheimen und stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, die Leistungen der Eingliederungshilfe über Tag und Nacht erbringen

Die Einrichtung hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Die Begleitung Sterbender ist jederzeit zulässig.

Die Corona-Warn-App ist ein Projekt der Bundesregierung. Basierend auf einer dezentralen Softwarearchitektur wird sie von den Unternehmen SAP und Telekom entwickelt.

Die App soll vor einer weiteren Ausbreitung von Covid-19 schützen, indem sie den „digitalen Handschlag“ zweier Smartphones dokumentiert. Die App ermöglicht es, Kontaktpersonen besonders schnell zu informieren, wenn sich jemand mit dem Coronavirus infiziert hat: Ist ein App-Nutzer positiv getestet und hat dies in der App angegeben, dann schickt die App eine Warnmeldung an alle Kontaktpersonen, die sich in den letzten zwei Wochen für mindestens 15 Minuten in der Nähe (ca. 2 Meter Abstand) aufgehalten haben.

Technisch nutzt die Warn-App den Kurzstreckenfunkstandard Bluetooth auf Smartphones, um zu messen, wie lange sich Nutzerinnen und Nutzer begegnen und wie groß der Abstand dabei etwa ist. Dafür tauschen die Geräte verschlüsselte Zufallscodes aus, die für 14 Tage auf dem Smartphone gespeichert werden. Infiziert sich eine Nutzerin beziehungsweise ein Nutzer mit SARS-CoV-2 und meldet dies in der App, berechnet diese das Infektionsrisiko und benachrichtigt alle gespeicherten Kontaktpersonen anonym.

Um Missbrauch und Fehlalarme zu verhindern, muss ein positives Testergebnis verifiziert werden – mittels eines QR-Codes oder einer teleTAN. Den QR-Code erhält die Nutzerin beziehungsweise der Nutzer bei der Probenentnahme für den Test. Die Nutzerin beziehungsweise der Nutzer kann dann über den QR-Code den Test in der App registrieren. Sobald das Ergebnis vorliegt, wird es automatisch abgerufen und auf dem Smartphone angezeigt. Alternativ kann das Testergebnis über eine telefonische Hotline verifiziert werden. Nach Plausibilitätsprüfung wird eine teleTAN zur Eingabe in der App erzeugt.

Die App lässt dabei keine Rückschlüsse auf die Nutzerinnen und Nutzer zu. Sie speichert weder Namen noch Telefonnummern oder Standorte. Sie funktioniert ohne Anmeldung. Die anonymisierten Daten werden lediglich dezentral auf dem Smartphone gespeichert und nach zwei Wochen gelöscht. Behörden und Betreiber der App haben keinen Zugriff auf die Nutzerdaten.

Gegenüber den Gesundheitsämtern besteht darüber hinaus weiterhin die Pflicht zur Meldung der Infektion, die üblicherweise vom Arzt oder Testlabor weitergegeben wird.

Besonders schnelle Information über eine potenzielle Ansteckung ist das aktuell beste Mittel, um das Corona-Virus einzudämmen. Die Empfehlung lautet, sich nach einer Warnmeldung auf Corona testen zu lassen, doch die Entscheidung liegt allein bei den App-Nutzerinnen und -Nutzern.

Die App kann im Apple-Store und Play-Store heruntergeladen werden. Mehr Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie bei der Bundesregierung.

Weiterführende Informationen zur Funktionsweise der App finden Sie hier:

  • 01

    Was gilt während der Quarantäne beziehungsweise Isolation?

    Bleiben Sie in der Wohnung

    Sie müssen sich in einer Wohnung oder einem anderweitig räumlich abgrenzbaren Teil eines Gebäudes isolieren und dürfen während der Zeit der Isolation die Wohnung nicht verlassen, sofern das Gesundheitsamt dem nicht ausdrücklich zustimmt. Sie dürfen sich zeitweise in einem zur Wohnung gehörenden Garten, einer Terrasse oder eines Balkons alleine aufhalten. Verdachtspersonen dürfen die Wohnung für die vom Gesundheitsamt angeordnete Testung verlassen.

  • 02

    Was gilt während der Quarantäne beziehungsweise Isolation?

    Halten Sie Abstand

    In der gesamten Zeit der häuslichen Isolation muss eine räumliche oder zeitliche Trennung von anderen im Hausstand des Betroffenen lebenden Personen sichergestellt sein.

    • Eine „zeitliche Trennung“ kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden.
    • Eine „räumliche Trennung“ kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass sich die betroffene Person in einem anderen Raum als die anderen Hausstandsmitglieder aufhält.
  • 03

    Was gilt während der Quarantäne beziehungsweise Isolation?

    Empfangen Sie keinen Besuch

    Während der Isolation darf die betroffene Person keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht zum selben Hausstand gehören. Das Gesundheitsamt kann im begründeten Einzelfall eine andere Entscheidung treffen.

  • 04

    Was gilt während der Quarantäne beziehungsweise Isolation?

    Halten Sie Hygieneregeln ein

    Das Gesundheitsamt belehrt die betroffene Person und gegebenenfalls auch die weiteren im Hausstand lebenden Personen und informiert hinsichtlich geeigneter Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere zur Verhinderung einer weiteren Verbreitung der Infektionen. Die Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind stets zu beachten.

Wann gilt die Isolation beziehungsweise Quarantäne als beendet?

Enge Kontakpersonen

Negatives Testergebnis

Liegt bei den betroffenen Personen kein positives Testergebnis auf das Vorhandensein von Coronavirus SARS-CoV-2 vor, endet die häusliche Quarantäne,

  • wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall mindestens 14 Tage zurückliegt,
  • während der Quarantäne keine für COVID-19 typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind und
  • ein negatives Ergebnis einer Testung (PCR- oder Schnelltest) vorliegt, die frühestens an Tag 14 durch eine geschulte Person durchgeführt wurde
  • In den anderen Fällen entscheidet das zuständige Gesundheitsamt über das Ende der Quarantäne.

Hausstandsmitglieder von COVID-19-Fällen, die nicht erkranken oder mit Atemwegssymptomen erkranken, aber durch eine PCR-Testung negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurden, werden für mindestens 14 Tage nach Symptombeginn des Primärfalls unter Quarantäne gestellt, unabhängig vom Auftreten weiterer Fälle im Hausstand. Die Quarantäne endet,

  • wenn der Symptombeginn des Primärfalls mindestens 14 Tage zurückliegt und
  • ein negatives Ergebnis einer Testung (PCR- oder Schnelltest) vorliegt, die frühestens an Tag 14 durch eine geschulte Person durchgeführt wurde.
  • Andernfalls entscheidet das zuständige Gesundheitsamt über das Ende der Quarantäne.
Positives Testergebnis

Im Fall eines positiven Testergebnisses endet die Isolation

  • bei asymptomatischem Krankheitsverlauf frühestens zehn Tage nach Erstnachweis des Erregers,
  • bei leicht symptomatischem Krankheitsverlauf frühestens zehn Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden.

Für schwere Krankheitsverläufe oder bei Verdacht oder Nachweis einer Infektion mit einer besorgniserregenden Virusvariante gibt es weitergehende Vorgaben. Über die Beendigung der Isolation entscheidet das Gesundheitsamt.

Verdachtspersonen

Negatives Testergebnis

Bei Verdachtspersonen endet die häusliche Isolation,

  • wenn ein negatives Testergebnis der molekularbiologischen Testung vorliegt,
  • spätestens jedoch mit Ablauf des fünften Tages nach dem Tag der Testung.
    Das negative Testergebnis ist auf Verlangen der Verdachtsperson schriftlich oder elektronisch zu bestätigen.
Positives Testergebnis

Ist das Testergebnis der Verdachtsperson positiv, wird die Quarantäne fortgesetzt und das zuständige Gesundheitsamt trifft die notwendigen Anordnungen. Die Quarantäne endet

  • bei asymptomatischem Krankheitsverlauf frühestens zehn Tage nach Erstnachweis des Erregers,
  • bei leicht symptomatischem Krankheitsverlauf frühestens zehn Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden.

Für schwere Krankheitsverläufe oder bei Verdacht oder Nachweis einer Infektion mit einer besorgniserregenden Virusvariante gibt es weitergehende Vorgaben. Über die Beendigung der Isolation entscheidet das Gesundheitsamt.

Positiv getestete Personen

Bei positiv getesteten Personen, bei denen das positive Testergebnis auf einem Antigentest beruht, endet die Isolation – falls der erste nach dem positiven Antigentest bei diesen Personen vorgenommene molekularbiologische (PCR-)Test ein negatives Ergebnis aufweist – mit dem Vorliegen des negativen Testergebnisses.

Bei allen anderen positiv getesteten Personen endet die Isolation

  • bei asymptomatischem Krankheitsverlauf frühestens 14 Tage nach Erstnachweis des Erregers,
  • bei leicht symptomatischem Krankheitsverlauf frühestens 14 Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden,
  • in beiden Fällen muss zusätzlich eine frühestens an Tag 14 durch eine geschulte Person durchgeführte Testung (PCR-Test oder Antigentest) ein negatives Ergebnis aufweisen.

Für schwere Krankheitsverläufe oder bei Verdacht oder Nachweis einer Infektion mit einer besorgniserregenden Virusvariante gibt es weitergehende Vorgaben. Über die Beendigung der Isolation entscheidet stets die zuständige Kreisverwaltungsbehörde.

 

Ambulante Versorgung auf hohes Patientenaufkommen vorbereiten

Einrichtung von Schwerpunktpraxen

Schwerpunktpraxen (begrifflich auch „Infektambulanzen“ oder „Fieberpraxen“ genannt) können eine sinnvolle Ergänzung der ambulanten Behandlungsmöglichkeiten darstellen, insbesondere unter dem Aspekt der möglichst durchgehenden Aufrechterhaltung der ambulanten (vertrags-)ärztlichen Versorgung. Denn Schwerpunktpraxen können insbesondere dazu beitragen, dass das Infektionsrisiko innerhalb der gesamten örtlichen Ärzteschaft und ihrer Mitarbeiter stärker eingegrenzt werden kann, da hierdurch weniger (potentiell) infizierte Patienten mit dem Praxispersonal in Kontakt kommen. Nicht zuletzt ermöglicht die Einrichtung von Schwerpunktpraxen auch einen ressourcenschonenderen Einsatz zum Beispiel von Schutzausrüstung als bei einer gleichmäßigen Verteilung auf alle Arztpraxen.
Die Entscheidung über Einrichtung und Betrieb von Schwerpunktpraxen obliegt grundsätzlich der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns im Rahmen der Wahrnehmung ihres gesetzlichen Sicherstellungsauftrags für die ambulante vertragsärztliche Versorgung im Freistaat Bayern.

Stationäre Versorgung auf hohes Patientenaufkommen vorbereiten

Flexible Auslastung der Krankenhauskapazitäten

Im Rahmen der Corona-Pandemie wurde Krankenhäusern und Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation verboten, Behandlungen durchzuführen, die medizinisch vertretbar verschoben werden können. In der Regel sollen Betten-Kapazitäten in somatischen Krankenhäusern dann freigehalten werden, wenn die Auslastung mit Corona-Patienten 85 Prozent der Plätze erreicht.

Contact Tracing Teams

Contact Tracing Teams (CTT) sind Kernelement der Strategie zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Sie unterstützen die Fachkräfte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) dabei, SARS-CoV-2-positiv getestete Personen beziehungsweise leichte COVID-19-Fälle und ihre engen Kontaktpersonen frühzeitig zu identifizieren, zu isolieren und zu überwachen. Mit der Containment- und Tracing-Strategie soll die bestmögliche Eindämmung, Rückverfolgung und Unterbrechung von Coronavirus-Infektionsketten erreicht werden.

Die Contact Tracing Teams sollen vor Ort bei der Ermittlung und Nachverfolgung von Kontaktpersonen sowie bei der Überwachung der Quarantäne mitarbeiten. Dabei arbeiten die Teams in den Gesundheitsämtern mit und nutzen deren Erfassungs- und Dokumentationsmethoden.

Belastungsspitzen vermeiden

Bündelung staatlicher Kräfte bei der Bekämpfung des Coronavirus

Koordinierungsgruppe Corona-Pandemie

Corona-Ausbruchsgeschehen erfordern sofortiges und entschiedenes Handeln. Dabei gilt es, vor Ort alle Kräfte der Gesundheits- und Sicherheitsverwaltung, der Hilfsorganisationen und des Gesundheitswesens effizient zusammenzuführen und zu koordinieren. Der Ministerrat begrüßt die durch die Staatsministerien für Gesundheit und Pflege sowie des Innern, für Sport und Integration beabsichtigte Einrichtung einer „Koordinierungsgruppe Corona-Pandemie“ an jeder Kreisverwaltungsbehörde. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem

  • die umgehende Organisation von Reihentestungen in betroffenen Betrieben und Einrichtungen,
  • die konsequente Umsetzung von Quarantänen und Kohortierungen gegenüber asymptomatischen infizierten Personen und Kontaktpersonen,
  • Absperrungen und die Organisation von Testangeboten für die Bevölkerung.

Die „Koordinierungsgruppen Corona“ stehen unter der Leitung der Landrätin oder des Landrats beziehungsweise der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters unter Einbeziehung der Fachexpertise von Gesundheitsamt, Polizei, nicht-polizeilicher Gefahrenabwehr und gegebenenfalls der Bundeswehr. Zur Abstimmung der Maßnahmen sollen neben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns auch Vertreter der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte als ärztliche Koordinatoren eingebunden werden.

Die Krankenhaus-Ampel als Warnsystem einer möglichen Überlastung in Krankenhäusern

Die fortgeschrittene Impfkampagne erlaubt es, mit neuen Leitindikatoren einer Krankenhausampel vor allem die Belastung des Gesundheits- und Krankenhaussystems in den Blick zu nehmen und Notwendigkeiten von Maßnahmen nicht mehr von den reinen Infektionsinzidenzwerten abhängig zu machen. Basis für Öffnungen ist das 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete. Aktuell ist durch die angespannte Lage in den Krankenhäusern eine Verschärfung auf weitreichende 2G-Regelungen notwendig.

Die gelbe Stufe der bayerischen Krankenhaus-Ampel gilt, sobald entweder in den vorangegangenen sieben Tagen landesweit mehr als 1.200 COVID-Patienten in ein bayerisches Krankenhaus eingewiesen wurden oder landesweit mehr als 450 Intensivbetten mit COVID-Patienten belegt sind.

Die rote Stufe gilt, sobald landesweit mehr als 600 Intensivbetten mit COVID-Patienten belegt sind.

Liegen die Werte jeweils unter diesen Parametern, steht die Krankenhaus-Ampel auf Grün.

Das Überschreiten und Unterschreiten der gelben und roten Stufe gibt das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Ministerialblatt bekannt. Anschließend gelten die entsprechenden Maßnahmen ab dem auf die Bekanntmachung folgenden Tag.

Die aktuellen Werte finden Sie auf der Seite des Bayerischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit.

Der aktuelle Stand der Krankenhaus-Ampel

Erläuterung zur roten Krankenhausampel in Bayern ab dem 9. November 2021