Telemedizin-Offensive-Bayern – Optimierte Medizin dank Digitalisierung

Gerade für das Gesundheitswesen eröffnet die fortschreitende Digitalisierung neue Möglichkeiten. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Telemedizin. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zu einer hochwertigen und flächendeckenden medizinischen Versorgung in Bayern. Denn mit ihrer Hilfe ist medizinisches Spezialwissen landesweit verfügbar.

Die Telemedizin-Offensive Bayerns basiert auf 5 Säulen:

  • 01 Säule

    Die 5 Säulen der Telemedizin-Offensive Bayern

    Finanzielle Förderung langfristig sicherstellen

    Seit 1995 wurden in Bayern innovative Einzelprojekte und Netzwerke mit bisher mehr als 13 Millionen Euro gefördert. Das Gesundheitsministerium wird sich weiterhin für bestmögliche Versorgung bayerischer Patientinnen und Patienten auf diesem hohen Niveau einsetzen.

  • 02 Säule

    Die 5 Säulen der Telemedizin-Offensive Bayern

    Bündelung der Kompetenzen und Verbesserung der der Öffentlichkeitsarbeit

    Zum einen muss in der Öffentlichkeit noch besser kommuniziert werden, welche Chancen und Möglichkeiten die Telemedizin bietet. Zum anderen muss das vorhandene telemedizinische Wissen gebündelt werden. Das geschieht in telemedizinischen Zentren. Daher wurde die Bayerische TelemedAllianz ins Leben gerufen, die sich bereits als viel genutzte Plattform für telemedizinisches Wissen in Bayern und als zentraler bayernweiter Ansprechpartner etabliert hat. Neben Koordinierung und Vernetzung soll sie neue Entwicklungen anstoßen, die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen in Bayern stärken und die Öffentlichkeit über Möglichkeiten der Telemedizin informieren. Diese Aufgabe hat auch das Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen, das schwerpunktmäßig in seiner Region aktiv ist.

  • 03 Säule

    Die 5 Säulen der Telemedizin-Offensive Bayern

    Zielgerichteter Ausbau neuer telemedizinischer Angebote

    Zum Nutzen der Patientinnen und Patienten soll die Telemedizin schrittweise immer mehr zum selbstverständlichen Bestandteil der medizinischen Versorgung werden. Hierfür müssen weitere Projekte in Bayern vorangebracht und in die Regelversorgung überführt werden. Dafür sind sowohl eine Förderung der Projekte als auch kontinuierliche Überzeugungsarbeit erforderlich.

  • 04 Säule

    Die 5 Säulen der Telemedizin-Offensive Bayern

    Stärkung der Telemedizin in allen Versorgungsbereichen

    Telemedizinische Projekte sind zuerst im stationären Bereich entstanden und haben sich dort bereits etabliert. Um der Bevölkerung die Telemedizin näher zu bringen, muss auch das Interesse niedergelassener Ärzte an dieser Thematik verstärkt werden. Telemedizin kann einerseits die wichtige Verzahnung von stationärem und ambulantem Bereich unterstützen. Des Weiteren stellen telemedizinische Anwendungen potentielle Teilkomponenten neuer Versorgungskonzepte dar. Aber auch außerhalb der ärztlichen Versorgung sind telemedizinische Verfahren sinnvoll. So finden sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten auch in der Pflege.

  • 05 Säule

    Die 5 Säulen der Telemedizin-Offensive Bayern

    Verknüpfung verschiedener Telemedizin Telemedizin-Dienste

    Im Interesse einer kontinuierlichen Optimierung der Patientenversorgung muss das Thema Telemedizin langfristig und sektorenübergreifend gedacht werden. Dazu zählen ganzheitliche Lösungen vor Ort, wie beispielsweise die zeitgleiche Kommunikation zwischen Rettungsdienst und mehreren Spezialisten, etwa einem Schlaganfallzentrum und einem Herzzentrum. Dadurch werden insbesondere in Notfällen die Vorteile durch die Zugriffsmöglichkeiten auf medizinisches Spezialwissen und die damit verbundene Zeitersparnis deutlich sichtbar.

Telemedizin-Projekte in Bayern

Der Freistaat Bayern hat bereits zahlreiche telemedizinische Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten gefördert. Mit einem Mitteleinsatz von über 13 Millionen Euro wurden bisher rund 60 telemedizinische Projekte unterstützt. Bereitgestellt wurden diese Mittel aus verschiedenen Initiativen der Staatsregierung und aus dem Haushalt des Gesundheitsministeriums.

Ziele der Projektförderungen

Bei der bisherigen Förderung wurde das Hauptaugenmerk darauf gelegt, ob die Projekte unmittelbar die Qualität der Patientenversorgung erhöhen und in welchem Maße die neue Technik direkt dem Patienten zu Gute kommt. Im Fokus dieser Projekte standen klassische Anwendungen der Telemedizin wie beispielsweise Telekonsultationen oder Telemonitoring. Die gegenwärtige Förderung zielt zusätzlich vermehrt auf flächendeckende Anwendungen, auf eine durchgängige Nutzung von Standards und eine verstärkte Vernetzung. Es sollen insbesondere telemedizinische Verfahren etabliert und medizinische Kompetenzzentren aufgebaut werden. Mit Hilfe solcher Zentren kann die Telemedizin optimal verbreitet werden, wobei jede Region ihre jeweilige spezifische Stärke zur Geltung bringen kann.

Die Digitalisierung hat heute alle Lebensbereiche im privaten und beruflichen Umfeld erfasst. Gerade im Gesundheitswesen eröffnet die fortschreitende Digitalisierung neue Möglichkeiten. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Telemedizin – sozusagen als „Schrittmacher des Gesundheitswesens“.
Melanie Huml, Staatsministerin

Aktuelle Projekte

Projektname Abkürzung Projektbeginn
Telemedizinische Notfallversorgung im Rettungswagen am Beispiel Schlaganfallversorgung mit Telesonographie (Schlaganfallmobilprojekt Regensburg) iRescYou 2013
Ultrastrukturelle Telepathologie vor 2012
Telemedizinische Live-Betreuung von Parkinsonpatienten in der häuslichen Umgebung durch bilaterale Livestream-Video-Beobachtung vor 2012
Elektronische EKG-Übertragung bei akutem ST-Hebungsinfarkt vor 2012
Einrichtung eines Zentrums für Telemedizin im Landkreis Bad Kissingen - Aufbau von Telemedizin-Projekten ZTM 2012
Einsatz telemedizinischer Verfahren zur Etablierung und Weiterentwicklung innovativer, ortsunabhängiger Betreuungsansätze für Heimbeatmungspatienten EViVa 2012
Telediagnostik dysarthrischer Störungen mittels akustischer Sprachsignalanalysen MAP-Online 2012
Lebensstilintervention durch Telemedizin: Evaluation eines telemedizinisch durchgeführten Lebensstil-Interventionsprogramms zur Beeinflussung der Prognose von Frauen mit Mammakarzinom SUCCESS-C-Studie 2012
Entwicklung und Implementierung eines Systems zur telemedizinischen Untersuchung von Patienten mit akut aufgetretenem Schwindel Televertigo 2012
Telemedizin Epilepsie in Bayern TelEp 2012
Förderung des telemedizinischen Konsiliararztsystems 'Pädexpert' in der ambulanten Kinder- und Jugendmedizin Pädexpert 2012
Prävention und Motivation am Beispiel von Adipositas PUMA 2012
Neurovaskuläres Versorgungsnetzwerk Südwestbayern NEVAS 2013
Bayerische TelemedAllianz in Ingolstadt (Aufbau von Koordinierungstätigkeiten) BTA 2013
Positronen-Emissions-Tomografie - Netz Mainfranken PET vor 2012
Rosenheimer Betreuungsnetz per Internet RoBIn vor 2012
Schlaganfallversorgung mit Telemedizin in Nordbayern STENO vor 2012
Telemedizin in der Neurologie und Neurologischen Rehabilitation - Logopädische Teletherapie vor 2012
Telemedizinische Anbindung der Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler im Deutschen Herzzentrum München an Zuweiser und Nachbehandler vor 2012
Telepsychiatrische Konsultation in mittelfränkischen Krankenhäusern PSYCHKOM vor 2012
Mobiles, telemedizinisch-vernetztes Augenuntersuchungssystem für immobile Patienten in Alters- und Pflegeheimen MTAU 2014

Anwendungsgebiete der Telemedizin

Telemedizin leistet einen wichtigen Beitrag zur flächendeckenden und hochwertigen medizinischen Versorgung in Bayern. Lesen Sie mehr zu den Anwendungsgebieten.

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Förderung telemedizinischer Projekte

Jeder Projektträger kann formlos eine Förderung beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege beantragen.

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Bayern Digital

Telemedizin ist Teil der Zukunftsstrategie Bayern Digital.

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