Ältere Dame mit Katze im Garten.

Pflege durch Angehörige oder selbstbeschaffte Pflegehilfen

In Bayern werden ca. 70 Prozent der Pflegebedürftigen in ihrem häuslichen Umfeld versorgt und betreut. Den Einsatz, den Familie, Freunde, Nachbarn und Bekannte hier zeigen, honoriert die Pflegeversicherung durch Zahlung von Pflegegeld und anderen Leistungen.

Ca. 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt und betreut. Die pflegenden Angehörigen, Nachbarn und Freunde tragen die Hauptlast der häuslichen Versorgung. Ihren Einsatz honoriert die Pflegeversicherung durch die Zahlung von Pflegegeld und Leistungen zur sozialen Sicherung der Pflegeperson (insbesondere in der Renten- und Unfallversicherung) auch dann, wenn keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird. Erwerbstätige Angehörige haben nach dem Pflegezeitgesetz bzw. nach dem Familienpflegezeitgesetz die Möglichkeit, sich ganz oder teilweise von der Arbeit freistellen zu lassen.

Tochter kümmert sich um ihren betagten Vater.
Pflegehilfe unterstützt in den eigenen vier Wänden eine Frau im Rollstuhl.

Entlastung für die Angehörigen

Angehörige kümmern sich nicht nur Wochen und Monate, sondern oft genug jahrelang rund um die Uhr um ihre Pflegebedürftigen. Sie sind häufig durch die lang andauernde Pflege körperlich und seelisch erschöpft, gesundheitlich gefährdet und durch die zeitliche Belastung sozial isoliert. Entlastung bieten zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen sowie Leistungen der Verhinderungspflege bei Krankheit oder Urlaub der Pflegeperson.

Beschäftigung einer Haushalts- und Pflegehilfe

Der Anspruch auf Pflegegeld besteht auch, wenn Sie eine Haushalts- und Pflegehilfe gegen Entgelt beschäftigen. Über Ihre Stellung als Arbeitgeber lassen Sie sich bitte von Ihrer örtlichen Arbeitsagentur beraten. Informationen zur geringfügigen Beschäftigung (Haushaltsscheckverfahren) und zur Sozialversicherungspflicht finden Sie auch auf der Homepage der Minijobzentrale.

Sollten Sie eine osteuropäische Pflegehilfe in Anspruch nehmen wollen, lassen Sie sich von ihrer örtlichen Arbeitsagentur beraten oder wenden Sie sich an die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit.

Publikationen zum Thema

  • Eure Sorge fesselt mich. Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen in der Pflege.

  • Hilfen für häuslich Pflegende – Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote