Presse­mitteilung

Huml baut Hospiz- und Pallia­tiv­ver­sorgung weiter aus – Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin unter­stützt statio­näres Hospiz in Nieder­al­teich

Bayerns Gesund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml treibt den Ausbau von statio­nären Hospizen in Bayern weiter voran. Die Minis­terin betonte am Mittwoch anlässlich der Über­sendung des Förder­be­scheids in Höhe von 100.000 Euro für das St. Ursula Hospiz in Nieder­al­teich: "Es ist mir ein großes Anliegen, schwerst­kranken und ster­benden Menschen ein würdiges und möglichst schmerz­freies Leben bis zuletzt zu ermög­lichen. Wenn diese Pati­enten wissen, dass sie nicht allein gelassen werden, lässt das den Wunsch nach Ster­be­hilfe häufig in den Hinter­grund treten."

Huml ergänzte: "Wir möchten Menschen am Ende ihres Lebens eine ganz­heit­liche, quali­tativ hoch­wertige Ster­be­be­gleitung anbieten können. Sie sollen wissen, dass sie in dieser schwie­rigen Situation nicht allein gelassen werden. Um eine solch einfühlsame Begleitung zu ermög­lichen, ist die Zusam­men­arbeit zwischen einer quali­fi­zierten ehren­amt­lichen Hospiz­arbeit und der profes­sio­nellen Pallia­tiv­me­dizin erfor­derlich."

Mit Blick auf die Bedeutung des Ehrenamts in der Hospiz­arbeit betonte die Minis­terin: "Jeder, der sich ehren­amtlich für seine Mitmen­schen einsetzt, lässt Werte konkret werden und macht unsere Gesell­schaft reicher. Die ehren­amt­liche Ster­be­be­gleitung ist daher eine tragende Säule in der Begleitung schwerst­kranker und ster­bender Menschen. Für dieses unschätzbar wert­volle Enga­gement möchte ich mich bei den Ehren­amt­lichen ganz herzlich bedanken."

Die Minis­terin fügte hinzu: "Eine wichtige Säule der Hospiz- und Pallia­tiv­ver­sorgung im Frei­staat ist der Ausbau mit statio­nären Hospizen. Immer mehr Menschen leben in ihrer letzten Lebens­phase alleine. Dieser Entwicklung müssen wir begegnen und setzen deshalb auf eine bedarfs­ge­rechte und flächen­de­ckende Versorgung mit statio­nären Hospiz­plätzen in ganz Bayern."

Das Baye­rische Gesund­heits­mi­nis­terium fördert den Ausbau des statio­nären Hospizes St. Ursula im nieder­baye­ri­schen Nieder­talteich mit insgesamt 100.000 Euro. Das neue Hospiz mit zehn Hospiz­plätzen wurde Anfang Juli einge­weiht. Gemeinsam mit dem seit Januar 2012 bestehenden Hospiz in Vils­biburg mit eben­falls zehn Plätzen ist damit der Bedarf an Hospiz­plätzen für Nieder­bayern gedeckt.

Insgesamt gab es in Bayern bislang 17 stationäre Hospize mit 170 Hospiz­plätzen sowie ein statio­näres Kinder­hospiz im schwä­bi­schen Bad Grönenbach. Mit dem neuen Hospiz in Nieder­al­teich kommen im Jahr 2015 weitere zehn Hospiz­plätze für die Versorgung und Betreuung von schwerst­kranken Menschen hinzu. Das Baye­rische Gesund­heits­mi­nis­terium fördert den bedarfs­ge­rechten Aufbau statio­närer Hospize mit bis zu 10.000 Euro pro Hospiz­platz.