Chirurg wäscht seine Hände.

Infektionsmonitor Bayern - Neuartiges Coronavirus (Sars-CoV-2)

Das bayerische Gesundheitsministerium informiert Sie zum neuartigen Coronavirus Sars-Cov-2 und klärt Sie über Schutzmaßnahmen auf.

Logo Infektionsmonitor Bayern

Die Bayerische Staatsregierung unter Führung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am 16. März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie den Katastrophenfall für ganz Bayern ausgerufen. Damit ist zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus eine klare Steuerung mit zentralen Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten möglich.

Die Erkrankung ist sehr infektiös. Es besteht weltweit, deutschlandweit und bayernweit eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation mit starker Zunahme der Fallzahlen innerhalb weniger Tage auch in Bayern. Insbesondere ältere Menschen und solche mit vorbestehenden Grunderkrankungen sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen und können an der Krankheit sterben. Da weder eine Impfung in den nächsten Monaten, noch derzeit eine spezifische Therapie zur Verfügung stehen, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung zu verlangsamen, damit die Belastung für das Gesundheitswesen reduziert und die medizinische Versorgung sichergestellt werden kann.

#bayerngemeinsam

Bei Abspielen des Videos erklären Sie sich mit der Übertragung Ihrer Daten an YouTube einverstanden. Mehr dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ja

#bayerngemeinsam

Was macht ihr so den ganzen Tag zu Hause? Und welches Projekt wollt Ihr als nächstes angehen?

#bayerngemeinsam

Die Ausgangsbeschränkung für Bayern bis vorläufig 3. April 2020 fordert uns alle. Sie ist jedoch notwendig, um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-Cov-2 zu verlangsamen. Bewältigen wir diese Zeit gemeinsam – #bayerngemeinsam!

  • 01 Tipp

    #bayerngemeinsam

    Mit Abstand einkaufen

    Aufeinander zu achten ist gerade jetzt besonders wichtig. Unser Alltag ist wegen des Coronavirus eingeschränkt. Und auch bei den nötigen Einkäufen im Supermarkt gibt’s ein paar Regeln für’s Miteinander:

    • Gehen Sie möglichst alleine und halten Sie in den Gängen und an der Kasse anderthalb Meter Abstand voneinander – das ist ungefähr eine Einkaufswagenlänge.
    • Zahlen Sie lieber mit Karte statt mit Bargeld, um Berührungen zu vermeiden.
    • Achten Sie auf die Aushänge und Ansagen im Markt.
    • Und die gute Nachricht: Es gibt auch weiterhin genügend Lebensmittel und Hygieneartikel. Kaufen Sie nur das, was Sie gerade brauchen. Hamsterkäufe sind weder nötig noch solidarisch.
  • 02 Tipp

    #bayerngemeinsam

    Zuhause mit der Familie

    Zuhause ist es doch am schönsten! Normalerweise sagen wir das gerne – und damit sich dieses Gefühl ein wenig einstellt, müssen wir etwas kreativ sein. Denn jetzt verbringen wir alle zwangsläufig viel Zeit daheim, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

    • Versuchen Sie es positiv zu sehen und genießen Sie die Zeit mit der Familie.
    • Spielen Sie zusammen mit den Kindern, hören Sie Musik, lesen Sie mal wieder, holen die alten Fotos raus oder machen Sie den Frühjahrsputz – auch das macht zusammen mehr Spaß.
    • Und wenn Sie mit dem Hund oder einfach so spazieren gehen: Gehen Sie alleine – höchstens aber mit dem Partner und den Kindern.

    Und auch draußen gilt – bitte Abstand halten.

  • 03 Tipp

    #bayerngemeinsam

    Gemeinsam statt einsam

    Andere nicht persönlich zu treffen, heißt zum Glück nicht, dass Sie sie nicht sehen oder hören können. Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen sind nötig, damit sich das Coronavirus nicht weiterverbreitet.

    • Nutzen Sie in dieser Zeit die vielen Kommunikationsmöglichkeiten, die Sie haben.
    • Unterhalten Sie sich über Skype, Facetime, WhatsApp oder einfach so am Telefon.
      Schreiben Sie Mails, Kurznachrichten oder mal wieder einen Brief. Vielleicht ja sogar eine digital erstellte Postkarte – mit einem Bild von daheim im Homeoffice.

    Wichtig ist, dass wir aneinander denken, uns aufmuntern und uns bei denen melden, die wir gerade nicht besuchen können.

    Gemeinsam statt einsam – gerade jetzt!

  • 04 Tipp

    #bayerngemeinsam

    Geplant und gesund leben

    Zuhause in den eigenen vier Wänden startet Ihr Tag in Zeiten der Coronavirus-Bekämpfung sicher etwas anders. Die Kinder müssen daheim betreut werden und viele von Ihnen arbeiten im Homeoffice. Hierfür hilft eine gute Organisation.

    • Machen Sie sich am besten einen Plan für die zu erledigenden Aufgaben. Inklusive Pausen.
    • Aber auch für die Freizeit am Abend und am Wochenende gilt: Bleiben Sie aktiv und halten sich fit. Ob mit einer Fitness-App, auf dem Heimtrainer, mit Yoga oder mit Hanteln. Treppensteigen geht auch.
    • Und finden Sie Spaß an gesunder Ernährung. Kochen Sie mit Gemüse und essen Sie Obst.
    • Und Sport treiben an der frischen Luft macht dazu noch den Kopf frei! Tun Sie dies jedoch möglichst alleine und denken Sie daran: Abstand halten!

Coronavirus Sars-CoV-2 in Bayern

Coronavirus in Bayern

MERS Coronavirus, Quelle: NIAID
Coronavirus, Quelle: NIAID

Lungenentzündungen durch ein neuartiges Coronavirus

Seit Dezember 2019 sind in der chinesischen Stadt Wuhan mehrere Fälle einer Lungenerkrankung aufgetreten. Im Verlauf wurde eine Infektion mit einem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV, neue Bezeichnung: Sars-CoV-2) nachgewiesen.

Der erste Coronavirus-Fall in Bayern wurde am 27. Januar 2020 bestätigt; am 12. März 2020 der erste Todesfall.

Eine Übersichtskarte zu Coronavirus-Infektionen sowie auch über Todesfälle in Bayern nach Regierungsbezirken, Landkreisen und Städten finden Sie hier.

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als hoch erachtet.

Hotline

Für Bürgerinnen und Bürger wurde eine Hotline eingerichtet:

Coronavirus-Hotline: 09131 6808-5101

Bitte lesen Sie unsere FAQs, bevor Sie die Hotline kontaktieren, vielleicht wird hier Ihre Frage bereits beantwortet. Insbesondere:

Wie verhalte ich mich, wenn ich an einer Atemwegserkrankung (einem grippalen Infekt) erkrankt bin?

  • Melden Sie sich frühzeitig krank.
  • Schicken Sie erkrankte Kinder nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung (Kindergarten, Schule).
  • Beachten Sie die Husten- und Nies-Etikette
    • Beim Husten und Niesen wegdrehen von anderen Personen.
    • Husten und Niesen erfolgt in die Armbeuge oder in Einwegtaschentücher.
    • Entsorgung von gebrauchten Einwegtaschentüchern in Mülleimer.
    • Häufiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife.
  • Wenn Sie ärztliche Hilfe benötigen, vereinbaren Sie telefonisch einen Termin mit Ihrem Hausarzt und weisen Sie auf Ihre Atemwegserkrankung hin.
  • Wenn Sie
    • Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall entwickeln
    • und Sie in letzten 14 Tagen in einem der Coronavirus-Risikogebiete waren
    • oder Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Fall hatten,
    • so vermeiden Sie zunächst alle nicht notwendigen Kontakte zu anderen Menschen und bleiben zu Hause!
    • Setzen Sie sich bitte umgehend telefonisch mit Ihrer Hausarztpraxis in Verbindung oder rufen Sie den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an. Der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist für Gehörlose per Fax erreichbar:

Zum Fax-Formular

Notfallpläne

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml bei de Pressekonferenz der Bayerischen Staatsregierung am 30. März 2020.
Gesundheitsministerin Melanie Huml

Notfallpläne Corona-Pandemie

Ärztliche Leiterinnen und Leiter

26 „Ärztliche Leiter“ sollen Patientenströme in den Landkreisen und kreisfreien Städten dezentral innerhalb der regionalen Krankenhausstrukturen steuern. Die Funktion des „Ärztlichen Leiters Führungsgruppe Katastrophenschutz“ (FüGK) wurde auf der Ebene der Zweckverbände für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung geschaffen. Diese Leiterinnen und Leiter sind mit weitreichenden Entscheidungsbefugnissen ausgestattet. Sie werden zum Beispiel mit der übergeordneten Steuerung der Patientenströme betraut und bestimmen auch die Krankenhäuser, die vorrangig zur Versorgung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten mit herangezogen werden.

Versorgungsärztinnen und -ärzte

Der vom bayerischen Gesundheitsministerium erarbeitete „Notfallplan Corona-Pandemie“ stellt auch die ambulante Arztversorgung in Bayern im aktuellen Katastrophenfall sicher. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt wird ein Mediziner mit dem Titel „Versorgungsarzt“ eingesetzt. Dieser hat die Aufgabe, eine ausreichende Versorgung im jeweiligen Zuständigkeitsbereich mit ärztlichen Leistungen zu planen und zu koordinieren. Der Versorgungsarzt ist unmittelbar an die örtliche Katastrophenschutzbehörde angebunden. So sollen vom Versorgungsarzt beispielsweise Schwerpunktpraxen für die Untersuchung und Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten und die Rekrutierung des hierfür erforderlichen Personals eingerichtet werden. Der Versorgungsarzt trifft außerdem alle notwendigen Maßnahmen, um die ärztliche Grundversorgung im Katastrophenfall aufrechtzuerhalten. Die Versorgungsärzte sollen ihre Aufgaben – soweit möglich – im Konsens mit den niedergelassenen Ärzten vor Ort und den ärztlichen Standesorganisationen sowie insbesondere im Benehmen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns beziehungsweise der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns erfüllen.

Im Fall der Fälle müssen die geplanten Maßnahmen im Einzelfall aber auch mittels Anordnung umgesetzt werden können, wenn ein Konsens darüber vor Ort nicht oder nicht rechtzeitig erzielt werden kann. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn vor Ort keine Einigung über die Festlegung von Schwerpunktpraxen für die Untersuchung und Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten möglich ist oder sich auf freiwilliger Basis nicht ausreichend Personal zum Betrieb von Schwerpunktpraxen, örtlichen Testzentren oder für die Aufrechterhaltung der ärztlichen Grundversorgung gewinnen lässt. Dem Versorgungsarzt wird ein Arbeitsstab zugeordnet, dem die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) sowie die ärztlichen Kreis- und Bezirksverbände auf Anforderung des Versorgungsarztes ausreichendes und geeignetes Personal zu stellen haben. Die Mitarbeiter des Arbeitsstabes unterstehen insoweit ausschließlich den Weisungen des Versorgungsarztes, der Versorgungsarzt untersteht den Weisungen des Landrats bzw. Oberbürgermeisters.

COVID-19-Koordinierungsgruppen

Grundsätzlich auf Ebene der Kreisverwaltungsbehörden werden zusätzlich COVID-19-Koordinierungsgruppen der Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen eingerichtet, in denen die Kooperation der Einrichtungen untereinander auf kurzen Entscheidungswegen und in enger Abstimmung mit niedergelassenen Ärzten, der Integrierten Leitstelle und dem Ärztlichen Leiter FüGK abgesprochen werden kann.

Ausbau von Intensivbehandlungsplätzen mit Beatmungsmöglichkeit

Die Krankenhäuser sind verpflichtet, alle geeigneten Maßnahmen zum Ausbau insbesondere der Intensivbehandlungsplätze mit Beatmungsmöglichkeit zu ergreifen. Krankenhäuser, die zunächst nicht vorrangig mit der Behandlung von Corona-Fällen betraut werden, müssen die anderen Krankenhäuser mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entlasten. Dies betrifft in erster Linie die Übernahme von Patientinnen und Patienten, kann aber auch in der Bereitstellung von Personal oder Ausstattung erfolgen.

Hilfskrankenhäuser

Die Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und Pflege sowie des Innern, für Sport und Integration haben in enger Abstimmung mit den Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und dem THW ein Konzept für Corona-Hilfskrankenhäuser entwickelt. Planung und Aufbau organisieren die Katastrophenschutzbehörden vor Ort.

Ein Hilfskrankenhaus soll zusätzliche stationäre Kapazitäten in bevölkerungsreichen Regionen, Regionen mit hoher Zahl Erkrankter oder regionaler Überlastung der Krankenhäuser erschließen. Es soll möglichst in örtlicher Nähe zu einem bestehenden Krankenhaus eingerichtet werden und wird dem jeweils nächstgelegenen Krankenhaus organisatorisch zugeordnet.

Die Kapazität eines Hilfskrankenhauses soll mindestens 90 Betten betragen. Grundsätzlich hat die Einrichtung in einem festen Gebäude zu erfolgen, das über ausreichende Infrastruktur mit Strom, Kommunikation, Sanitäranlagen, geeignete Transportwege und eine möglichst hygienegerechte Raumbeschaffenheit verfügt. Besonders geeignet sind dafür bestehende Reha-Kliniken und ähnliche Einrichtungen. Die Entscheidung, wo und wann welche Einrichtung in Betrieb genommen werden muss, trifft letztendlich der jeweilige Ärztliche Leiter Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Bereich jeder Integrierten Leitstelle in Abstimmung mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium.

Regelungen für Pflegeeinrichtungen und für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Für ältere und pflegebedürftige Menschen besteht eine besonders hohe Gefahr, an COVID-19 mit schwerem Verlauf zu erkranken. Deshalb gibt es seit 4. April 2020 einen Aufnahmestopp für Pflegeeinrichtungen in Bayern, um weitere Ansteckungen möglichst zu verhindern. Eine entsprechende Allgemeinverfügung haben wir heute erlassen. Eine Ausnahme gilt für Pflegeeinrichtungen, in denen gewährleistet ist, dass neue Bewohnerinnen und Bewohner für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne untergebracht werden können. Voraussetzung ist, dass das zuständige Gesundheitsamt zustimmt.

Ferner sind Rückverlegungen von Bewohnerinnen und Bewohnern in ihre Einrichtung aus dem Krankenhaus nur dann erlaubt, wenn diese für 14 Tage isoliert werden können und die notwendige Schutzausrüstung vorhanden ist. Andernfalls müssen die Betroffenen für den Zeitraum von 14 Tagen in anderen Einrichtungen untergebracht werden, die zur pflegerischen Versorgung geeignet sind. Dies können zum Beispiel Reha-Einrichtungen sein, die Kurzzeitpflege anbieten.

Ist eine Pflegeeinrichtung von COVID-19-Erkrankungen betroffen, muss möglichst rasch entschieden werden, ob und ggf. welche Bewohnerinnen und Bewohner in Reha- oder andere geeignete Einrichtungen verlegt werden können. Besteht der Verdacht, dass weitere Personen in der Einrichtung infiziert worden sein könnten, soll es umgehend Reihentestungen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Beschäftigten geben.

Pflegeeinrichtungen müssen unverzüglich gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt einen Pandemiebeauftragten benennen. Dieser Pandemiebeauftragte ist insbesondere für Fragen der Hygiene in der Einrichtung zuständig – und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt für die Organisation von Quarantänemaßnahmen.

Regelungen für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Darüber hinaus bestehen ein Aufnahmestopp und besondere Regelungen

  • für betriebserlaubnispflichtige stationäre Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung nach § 45 SGB VIII sowie
  • für die mit diesen Einrichtungen verbundenen Förderschulen, die von der Einstellung des Unterrichtsbetriebes ausgenommen sind,
  • und für stationäre Einrichtungen für volljährige Menschen mit Behinderung nach Art. 2 PfleWoqG in Bayern.

Schwerpunktpraxen

Staatsministerin Huml besucht die eingerichtete Schwerpunktpraxis in Deggendorf
Staatsministerin Huml besucht die eingerichtete Schwerpunktpraxis in Deggendorf

Schwerpunktpraxen sollen Arztpraxen von Covid-19-Verdachtsfällen entlasten

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will Arztpraxen von Covid-19-Verdachtsfällen entlasten, um Praxispersonal und Patientinnen und Patienten besser zu schützen. Mit der Einrichtung von Schwerpunktpraxen in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) soll das Infektionsrisiko stärker eingegränzt werden.

Durch die Konzentration der Untersuchung und Behandlung von Infektpatientinnen und -patienten sollen weniger Personen unmittelbaren Kontakt mit potentiell Sars-CoV-2-infizierten Patientinnen und Patienten haben als bei einer Behandlung durch viele Praxen. Nicht zuletzt ermöglicht die Einrichtung von Schwerpunktpraxen auch einen ressourcenschonenderen Einsatz zum Beispiel von Schutzausrüstung als bei einer gleichmäßigen Verteilung auf alle Arztpraxen. Ziel ist die flächendeckende Einrichtung von Schwerpunktpraxen.

Auch die Einrichtung von Testzentren leistet einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung von Arztpraxen. Mittlerweile sind in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt Testzentren eingerichtet worden. Sie sollen sowohl Krankheitsverdächtige untersuchen, die aufgrund der Gefahr von Ansteckung des Praxispersonals eine Praxis nicht betreten sollen, als auch Kontaktpersonen abstreichen, die das Gesundheitsamt ermittelt hat. Damit werden die ambulanten Praxen spürbar entlastet.

Das Konzept zur Einrichtung der Testzentren in jedem Landkreis wurde vom Bayerischen Gesundheitsministerium in Abstimmung mit der KVB, den Hilfsorganisationen und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erstellt. Danach erfolgen Aufbau und Betrieb der Teststation unter Verantwortung der Kreisverwaltungsbehörden bzw. der örtlichen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK). Hinsichtlich bestehender Teststationen und Drive-through-Teststationen können die FüGKs entscheiden, ob diese unverändert bestehen bleiben sollen, ausgebaut oder zugunsten einer neuen, zum Beispiel zentraleren Teststation aufgegeben werden sollen.

Mittlerweile sind 122 Teststationen in Betrieb.Die Testung in den Testzentren erfolgt nur nach Terminvergabe. Die Überweisung in das Testzentrum kann durch den Hausarzt, über die 116 117 oder durch das Gesundheitsamt erfolgen.

Verpflegung des Personals

Kostenerstattung in Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen durch den Freistaat Bayern

Verpflegungskosten für das Personal in Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen können durch den Freistaat Bayern erstattet werden. Um eine möglichst unbürokratische Umsetzung des Ministerratsbeschlusses zu gewährleisten, sollen die Kosten der Verpflegung aller Beschäftigten in folgenden Einrichtungen vom Freistaat übernommen werden:

  • Krankenhäuser
  • Universitätskliniken
  • Rehabilitationskliniken
  • Alten-, Pflege-und Behinderteneinrichtungen (einschl. ambulanter Pflegedienste und einschl. stationärer Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung)
  • Privatkliniken mit Zulassung nach § 30 GewO

Die Maßnahme greift ab dem 1. April 2020 und mindestens bis zum 31. Mai 2020. Erstattet wird lediglich die Verpflegung des Personals im Rahmen der Arbeitszeit. Je Mitarbeiterin oder Mitarbeiter erhält die Einrichtung eine pauschale Erstattungin Höhe von 6,50 Euro täglich.

Die Erstattung erfolgt auf Antrag der jeweiligen Einrichtung. Der Antrag ist an die Erstattungsstelle am Landesamt für Finanzen zu richten: verpflegung-personal@lff.bayern.de

Die wichtigsten Informationen zur Erstattung der Verpflegungskosten des Personals in Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen sind im Folgenden zusammengestellt:

Corona-Testkapazitäten

Staatsministerin Huml besichtigt ein Labor
Staatsministerin Melanie Huml besucht das Labor des LGL

Corona-Testkapazitäten massiv ausgebaut

Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Testkapazitäten massiv ausgebaut. Künftig sollen es bis zu 13.000 Tests täglich sein. Davon entfallen rund 11.000 Tests auf Privatlabore, rund 2.000 auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Voraussetzung ist, dass genügend Probenmaterial zur Verfügung steht. Nach Angaben des LGL gab es in Bayern bereits mehr als 110.000 Testungen. Davon waren rund 8,7 Prozent positiv.

Bayern verfolgt die Strategie, die Laborkapazitäten gezielt zur Testung von begründeten Verdachtsfällen und engen Kontaktpersonen einzusetzen. Bevorzugt getestet werden sollen vor allem Personen aus der Gesundheitsversorgung und der Pflege.

Das Ziel ist es, möglichst rasch Klarheit bei Verdachtsfällen zu bekommen, um weitere Infektionen einzudämmen.

Handlungsanweisungen für Pflegeeinrichtungen

SARS-CoV-2-Infektionsschutz

Schutz von Pflegebewohnerinnen und -bewohnern vor COVID-19

Gegenwärtig kommt es weltweit zu einer starken Zunahme von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und der dadurch hervorgerufenen Erkrankung COVID-19. Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, von stationären Einrichtungen für Menschen mit Mehrfachbehinderung und Pflegebedarf sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe sind dabei eine besonders verletzliche Gruppe; ihr Risiko für einen schweren, auch tödlichen Verlauf der Erkrankung ist hoch.

Daher treibt das bayerische Gesundheitsministerium den Schutz von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern vor dem neuartigen Coronavirus weiter voran und hat Handlungsanweisungen für Alten- und Pflegeheime sowie für stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe entwickelt:

  • Jede Pflegeeinrichtung soll einen Pandemiebeauftragten benennen, der bei einem Infektionsgeschehen alle Maßnahmen koordiniert und Ansprechpartner für die Behörden ist.
  • Bereits bei dem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung müssen geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Sollte in einer Einrichtung eine COVID-19-Infektion auftreten, kommt sofort die Task Force Infektiologie zum Einsatz.
  • Um Infektionsketten rasch unterbinden zu können, sieht das Konzept außerdem vor, betroffene Bewohnerinnen und Bewohner umgehend zu isolieren und/oder Erkrankte in Krankenhäuser oder andere Einrichtungen zu verlegen. Vor Ort arbeiten das Gesundheitsamt, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie die Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen eng zusammen.

Ansprechpartner für häuslich Pflegende

Für häuslich Pflegende sind Ansprechpartner zudem die rund 110 Fachstellen für pflegende Angehörige, die es in Bayern seit über 20 Jahren gibt. Sie sind bundesweit in dieser Form einzigartig und haben sich als wichtige Anlaufstellen für pflegende Angehörige etabliert. Alle Fachstellen für pflegende Angehörige sind von dem bayerischen Gesundheitsministerium auf die besondere Situation hingewiesen und gebeten worden, ihre Beratungen wegen des Ansteckungsrisikos insbesondere per Telefon und E-Mail anzubieten

Die wichtigsten Informationen zu Ihrem Schutz sind in den Handlungsanweisungen zusammengestellt:

(Angehende) Mediziner auf Abruf gesucht!

Um die Kapazitäten unserer ärztlichen Versorgung zu erhöhen und bereits tätige Medizinerinnen und Mediziner zu entlasten, gibt es ab sofort ein Meldeportal der Bayerischen Landesärztekammer. Dort werden freiwillige Ärztinnen und Ärzte, die derzeit nicht in medizinische Versorungsstrukturen eingebunden sind, sowie Medizinstudierende erfasst, die in der Corona-Krise stationär helfen wollen, falls es nötig sein wird.

Mehr dazu finden Sie bei der Bayerischen Landesärztekammer:

Pflegepersonal auf Abruf gesucht!

Während der Coronavirus-Pandemie ist es wichtig, auf verfügbares Personal im Bedarfsfall schnell zugreifen zu können.

  • Sie sind Pflegefachkraft, Pflegehilfskraft, Medizinisch-technischer Assistent / Medizinisch-technische Assistentin (MTRA, MTLA) oder Medizinische Fachangestellte / Medizinischer Fachangestellter (MFA)?
  • Sie arbeiten aktuell nicht in diesem Beruf?
  • Und Sie gehören keiner Risikogruppe an?

Dann melden Sie sich für einen möglichen Einsatz, falls Not am Mann oder an der Frau ist, bei der Vereinigung der Pflegenden in Bayern.

Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung. Vielen Dank!

Hinweise für Ärzte

Wir möchten darüber hinaus die Ärzteschaft in den Praxen auf den Umgang mit Verdachtsfällen einer Infektion mit dem neuen Sars-CoV-2 hinweisen (die Liste „PCR-Diagnostik zum Nachweis des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) in Bayern“ wird Ihnen in Kürze wieder zur Verfügung stehen):

Schutzausrüstung

Es ist wichtig, insbesondere Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte bei ihrem engagierten Einsatz bestmöglich zu unterstützen. Sie stehen beim Kampf gegen das Corona-Virus an vorderster Front.

Mehr als 800.000 Schutzmasken sind im Zentrallager des Freistaats Bayern angekommen. 700.000 Schutzmasken waren vom bayerischen Gesundheitsministerium bestellt und bezahlt worden. Von BMW sind zusätzliche 100.000 Schutzmasken dem THW zur Verfügung gestellt worden, die ebenfalls bayernweit verteilt werden. Diese stehen seit dem 23. März 2020 abrufbereit.

Auch 235.000 Flaschen Hand-Desinfektionsmittel stehen zur Verfügung.

Das Technische Hilfswerk (THW) verteilt die Materialien an seine 111 Ortsverbände. Von dort aus erfolgt die Weitergabe der Schutzmasken und Desinfektionsmittel an Arztpraxen, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. Die Reihenfolge wird durch die medizinische Notwendigkeit bestimmt.

Die vom LGL für den Freistaat Bayern im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie beschafften Materialien (Persönlichen Schutzausrüstung wie FFP2/FFP3- und OP-Masken, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel) werden seit dem 20. März 2020 und in der Folge laufend vor Ort verteilt. Die Zuständigkeit für die Weitergabe an die Bedarfsträger vor Ort liegt bei der jeweiligen Katastrophenschutzbehörde.

Angebote von Unternehmen können an folgendes Postfach gerichtet werden: Beschaffungen-corona@lgl.bayern.de

2. Staatsexamen

Zweites Examen für Medizinstudierende wird verschoben

Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung auf das nächste Jahr verschoben. Medizinstudierende in Bayern sollen sich angesichts der Corona-Pandemie auch ohne das Zweite Staatsexamen sofort in der Gesundheitsversorgung einbringen können und gleichzeitig ihr Studium fortsetzen können. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont, dass Studierende schon vor dem eigentlichen Start ins Berufsleben einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des neuartigen Coronavirus leisten.

Häufig gestellte Fragen zu Sars-CoV-2

Was sind Coronaviren?

Coronaviren sind behüllte RNA-Viren, die über ein breites Wirtsspektrum verfügen, zu dem Säugetiere, Vögel und Menschen gehören. Eine bestimmte Gruppe, die β-Coronaviren, können vom Tier auf den Menschen übertragen werden und beim Menschen auch schwerer verlaufende Erkrankungen auslösen.

Welche Krankheiten lösen Coronaviren aus?

Coronaviren verursachen gemeinhin Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und der Atemwege. Manche β-Coronaviren verursachen zoonotische Infektionen, das heißt sie werden von Tieren auf Menschen übertragen und können beim Menschen auch schwer verlaufende Infektionen, meist der Atemwege, wie zum Beispiel MERS und SARS auslösen. Auch das neue Coronavirus 2019-nCoV (SARS-CoV-2) gehört zu den β-Coronaviren.

Was ist zum gegenwärtigen Ausbruchsgeschehen bekannt?

Am 31.12.2019 berichtete die städtische Gesundheitskommission von Wuhan erstmals über einen Ausbruch von Pneumonien in der chinesischen Metropole Wuhan, Provinz Hubei in China. Der Ausgangspunkt des SARS-CoV-2-Ausbruchs scheint ein am 01.01.2020 geschlossener Fischmarkt in Wuhan zu sein, wo außer Fischen auch andere Tiere wie Geflügel, Fledermäuse und Wildtiere verkauft werden. Als Auslöser dieser Virus-Pneumonien wurde am 07.01.2020 das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 identifiziert. Das tierische Reservoir dieses Virus ist bisher noch unbekannt. Mittlerweile breitet sich das Virus rasant auf allen Kontinenten aus, so dass die WHO von einer Pandemie spricht. Gegenwärtig sind die USA und Europa das Epizentrum des Infektionsgeschehens. In Europa weisen besonders Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland eine Vielzahl von COVID-19-Erkrankungen auf.

In welchen Ländern gibt es Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2?

Kommt das neue Coronavirus SARS-CoV-2 auch in Bayern vor?

Wie verhalte ich mich, wenn ich an einer Atemwegserkrankung (einem grippalen Infekt) erkrankt bin?

  • Melden Sie sich frühzeitig krank.
  • Schicken Sie erkrankte Kinder nicht in eine Gemeinschaftseinrichtung (Kindergarten, Schule).
  • Beachten Sie die Husten- und Nies-Etikette
    • Beim Husten und Niesen wegdrehen von anderen Personen.
    • Husten und Niesen erfolgt in die Armbeuge oder in Einwegtaschentücher.
    • Entsorgung von gebrauchten Einwegtaschentüchern in Mülleimer.
    • Häufiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife.
  • Wenn Sie ärztliche Hilfe benötigen, vereinbaren Sie telefonisch einen Termin mit Ihrem Hausarzt und weisen Sie auf Ihre Atemwegserkrankung hin.
  • Wenn Sie
    • Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall entwickeln
    • und Sie in letzten 14 Tagen in einem der Coronavirus-Risikogebiete waren
    • oder Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Fall hatten,
    • so vermeiden Sie zunächst alle nicht notwendigen Kontakte zu anderen Menschen und bleiben zu Hause!
    • Setzen Sie sich bitte umgehend telefonisch mit Ihrer Hausarztpraxis in Verbindung oder rufen Sie den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 an. Der Hausarzt oder der kassenärztliche Bereitschaftsdienst bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist für Gehörlose per Fax erreichbar:

Zum Fax-Formular

Wie verhalte ich mich bei Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall?

Hatten Sie innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall, so kontaktieren Sie bitte umgehend das zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2?

Die häufigsten klinischen Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2 umfassen nach derzeitigem Stand vor allem Husten und Fieber sowie schnupfenartige Symptome mit Rachenentzündung, einer laufenden Nase, Atembeschwerden und Kurzatmigkeit. In einigen Fällen wurde auch von Durchfall berichtet. Symptomlose Verläufe insbesondere bei jüngeren Infizierten kommen vor. Mindestens 80 % der Erkrankungen verlaufen mit milden bis moderaten Symptomen. Schwerere Erkrankungen kommen bei etwa 14 % der Patienten vor und verlaufen mit Lungenbeteiligung bis hin zur Pneumonie. In Einzelfällen ist ein akutes Lungenversagen (acute respiratory distress syndrome, ARDS) möglich, wobei es insbesondere bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen zu Todesfällen kommen kann.

Wie lässt sich eine Grippe von einer Infektion mit SARS-CoV-2 unterscheiden?

Da die Symptome sehr ähnlich sind, ist eine Unterscheidung ohne weitergehende Untersuchungen kaum möglich. Symptome wie Husten, Fieber oder Atembeschwerden werden viel wahrscheinlicher von einer Grippe oder einer Erkältungskrankheit verursacht. Um eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzuschränken, ist es dennoch sehr wichtig, begründete Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen, zu isolieren und labordiagnostisch abzuklären.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit von COVID-19 beträgt im Mittel 5-6 Tage mit einer Spannweite von 1 bis zu 14 Tagen.

Welche Menschen gelten als Risikopersonen bezüglich COVID-19 und welche Vorerkrankungen spielen eine Rolle ?

Die folgenden Personengruppen habe nach Angaben des RKI ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe der Erkrankung COVID-19:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herzens (z. B. koronare Herzerkrankung),
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis),
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung.
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Eine spezifische Therapie existiert nicht. Die Therapie erfolgt somit abhängig von der Schwere der Erkrankung symptomatisch.

Wird das neue Coronavirus SARS-CoV-2 auch von Mensch zu Mensch übertragen?

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist bei engem Kontakt prinzipiell von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wurden mittlerweile auch einzelne Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die offenbar noch keine Symptome gezeigt hatten. Die Infektion erfolgt vor allem als Tröpfcheninfektion. Wie bei anderen Atemwegs-Erregern, ist eine Übertragung durch Schmierinfektion denkbar. Erreger auf den Händen gelangen dabei auf die Schleimhäute von Nase oder Auge und können so zu einer Infektion führen.

Welche Rolle spielen Kinder im Infektionsgeschehen?

Jüngere Menschen unter 20 Jahren können sich mit SARS-CoV-2 infizieren, entwickeln aber im Vergleich zu Erwachsenen häufig nur schwache Symptome einer milden Erkältungskrankheit. Inwieweit jüngere Menschen als schwach symptomatische Virusausscheider möglicherweise eine besondere Rolle im Infektionsgeschehen spielen, ist noch nicht abschließend geklärt.

Besteht eine Infektionsgefahr durch SARS-CoV-2-Viren über das Trinkwasser?

Eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung kann nach unserem derzeitigen Kenntnisstand ausgeschlossen werden.

Durch die geringe Stabilität in der Umwelt ist es ausgeschlossen, dass Coronaviren in ansonsten mikrobiologisch einwandfreie Grundwässer gelangen. Krankheitserreger und andere im Trinkwasser unerwünschte Mikroorganismen landen aufgrund von Schutzmaßnahmen im Einzugsgebiet und der Bodenfiltration nicht im gut geschützten Grundwasser. Selbst wenn Oberflächenwasser aus Seen oder Talsperren oder mikrobiologisch belastetes Quell- und Grundwasser, das möglicherweise auch Viren enthalten kann, zur Trinkwassergewinnung genutzt wird, werden Viren und andere Krankheitserreger durch die nach Trinkwasserverordnung vorgeschriebene Aufbereitung und Desinfektion effektiv und effizient eliminiert. Die Trinkwasser-Desinfektionsverfahren mit Chlor, Chlordioxid, Ozon oder UV-Bestrahlung sind auch wirksam gegen Coronaviren.

Ein Eintrag von Coronaviren über das Wasserwerkspersonal in das Wasserverteilungssystem ist bei Einhaltung der üblichen Hygienevorkehrungen unwahrscheinlich und wird nicht als Verbreitungsrisiko angesehen.

Für Wasserversorgungsunternehmen ist wichtig, dass durch organisatorische und hygienische Vorkehrungen der operative Betrieb der Wasserversorgungsanlagen auch bei Erkrankungen und Quarantänemaßnahmen gewährleistet bleibt.

Beim Trinken soll wie immer der Wasserauslass, besonders an öffentlich zugänglichen Entnahmestellen, nicht mit Mund und Händen berührt und vor dem Trinken kurz gespült werden.

Weitere Informationen finden Sie beim Umweltbundesamt und beim Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW).

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden derzeit viele Gebäude nicht oder kaum genutzt. Daraus können sich trinkwasserhygienische Probleme (z.B. Kontaminationen mit Legionellen) ergeben, die hohe Sanierungskosten nach sich ziehen können. Um solche Probleme erst gar nicht entstehen zu lassen, sollten die Leitungen in den Gebäuden regelmäßig (mindestens wöchentlich) gespült werden.

Wie wird die Übertragbarkeit des neuartigen Coronavirus über Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände eingeschätzt?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kommt zu dem Schluss, dass eine Übertragung des Erregers über Lebensmittel auf den Menschen nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand unwahrscheinlich ist. Für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen über den Kontakt mit Produkten, Bedarfsgegenständen oder durch Lebensmittel gibt es, auch beim aktuellen Ausbruch, bisher nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand keine Belege. Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Fleisch und Fleischprodukten sollten grundsätzlich eingehalten werden, auch im Hinblick auf andere möglicherweise enthaltene Krankheitserreger. Das Virus ist hitzeempfindlich. Ein etwaiges Risiko kann durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich verringert werden.

Geht eine Gefahr von Lieferungen oder Paketsendungen aus China aus?

Aufgrund der bisher bekannten Übertragubgswege und da das Virus nach derzeitigem Kenntnisstand nicht lang haltbar und auch nicht sehr leicht übertragbar ist, ist nach derzeitiger fachlicher Einschätzung ein Infektionsrisiko über Warensendungen aus China unwahrscheinlich.

Welche Rolle spielen Haustiere?

Bisher gibt es in der wissenschaftlichen Literatur keine Belege für eine Übertragung von SARS-CoV-2 zwischen Mensch und Haustier. In wenigen Einzelfällen ist es möglich, dass das Virus auf Haustiere übertragen wird. Dies konnte bisher an zwei Hunden in Hong Kong und einer Katze in Belgien nachgewiesen werden. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass Haustiere eine Rolle im Infektionsgeschehen von SARS-CoV-2 spielen und insbesondere keinen Hinweis darauf, dass Haustiere wie Hund und Katze das Virus auf Menschen übertragen können.

Beim Umgang mit Haustieren gelten ganz grundsätzliche Hygieneempfehlungen, um unabhängig von SARS-CoV-2 das Risiko einer Erregerübertragung zwischen Mensch und Haustier zu minimieren.

Weiterführende Informationen zum Umgang mit Haus- und Nutztieren finden sich auf der Internetseite des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Besteht eine Infektionsgefahr beim Besuch in Schwimmbädern?

Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 in Schwimmbädern ist nicht höher als an anderen Orten im öffentlichen Raum. Das Umweltbundesamt zieht in einer Stellungnahme folgendes Fazit:

„Eine Übertragung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 erfolgt nach derzeitigem Wissensstand vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im Schwimmbad ist daher mit anderen Orten im öffentlichen Raum vergleichbar. Schwimm- und Badebeckenwasser wird in Deutschland entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik aufbereitet und desinfiziert. Bei Bädern, die normgerecht gebaut und betrieben werden, in denen die Wasseraufbereitung den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht und bei denen insbesondere die Durchströmung, Aufbereitung und Betriebskontrolle normgerecht erfolgen, kann davon ausgegangen werden, dass eine hygienisch einwandfreie Wasserbeschaffenheit erzielt wird und das Schwimm- und Badebeckenwasser gut gegen alle Viren, einschließlich Coronaviren, geschützt ist. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Schwimmbad strikt eingehalten werden. Von Bädern mit biologischer Aufbereitung geht, verglichen mit konventionell aufbereiteten Bädern grundsätzlich ein höheres Infektionsrisiko aus, auf welches der Badegast vor Ort hingewiesen werden sollte.“

Stellungnahme des Umweltbundesamtes

Seit 17.03.2020 sind alle bayerischen Schwimmbäder geschlossen. Die Schließung der Schwimmbäder birgt die Gefahr, dass Aufbereitungsanlagen und Trinkwasserinstallationen verkeimen, wenn Fehler beim Herunterfahren oder beim Stand-By-Betrieb gemacht werden. Solche Verkeimungen sind oftmals schwer zu beseitigen und sollten daher erst gar nicht entstehen. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e.V. (DGfdB) hat kostenlose Informationen für die Betreiber von Schwimmbädern zusammengestellt, die hygienische und wirtschaftliche Aspekte beleuchten.

Informationen der DGfdB: „Schwimmbäder herunterfahren und professionell in Stand-by halten“

Ist ein Impfstoff gegen das neuen Coronavirus SARS-CoV-2 verfügbar?

Ein Impfstoff gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist gegenwärtig nicht verfügbar.

Welche weiteren Impfungen sind während der SARS-CoV-2-Pandemie wichtig?

Einumfassender Impfschutz gemäß den aktuellen STIKO-Empfehlungen trägt während der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie zur Entlastung des Gesundheitssystems und zu einem guten allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung bei.

Wichtig: Bitte stimmen Sie einen Impftermin und das weitere Vorgehen vorab tewklefonisch mit dem behandelnden Arzt ab, um sich und das Praxispersonal zu schützen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Ist das vorbeugende Tragen eines Mund-Nasenschutzes sinnvoll?

Das vorbeugende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes schützt den Träger nicht vor einer Infektion. Sowohl das eingesetzte Material als auch die Passform können einen Durchtritt von Viren nicht sicher verhindern.

Wenn eine infizierte Person einen Mund-Nasen-Schutz trägt, ist dies sinnvoll, denn so kann zumindest beim Niesen und Husten primär eine gewisse Menge an Viren zurückgehalten werden und der Radius des entstehenden Sprühnebels mit virushaltigen Tröpfchen wird so deutlich verkleinert. Das Tragen eines MNS sollte auf keinen Fall dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder die Händehygiene nicht mehr umgesetzt wird.

Nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, bemerkt das auch. In der Regel sind Betroffene bereits mit sehr leichten Symptomen ansteckend. Manche Infizierte erkranken gar nicht (asymptomatische Infektion), könnten den Erreger aber trotzdem ausscheiden. In diesen Fällen könnte das vorsorgliche Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder auch von Behelfsmasken dazu beitragen, das Übertragungsrisiko zu vermindern. Deshalb könnte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder auch von Behelfsmasken durch Personen, die öffentliche Räume betreten, in denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, z. B. ÖPNV, Lebensmittelgeschäften oder auch ggf. am Arbeitsplatz, dazu beitragen, die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen. Behelfsmasken könnten das Bewusstsein für „physical distancing“ und gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen, auf der anderen Seite aber auch ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen.

Professioneller MNS (DIN EN 14683:2019-6) sollte vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen (Fremdschutz) zur Verfügung stehen.

Kann ich einen selbsthergestellten/selbstgenähten Mund-Nasen-Schutz (MNS) verwenden?

Die BAuA weist in diesem Zusammenhang auf Folgendes hin:

„MNS und selbsthergestellte Gesichtsmasken sind kein Atemschutz! Bitte beachten Sie, dass selbsthergestellte Masken und die dafür verwendeten Materialien nicht die Anforderungen an die Schutzleistung von persönlicher Schutzausrüstung erfüllen! Sie schützen nicht wie partikelfiltrierende Schutzmasken gemäß DIN EN 149 der Schutzklasse FFP 2 oder höher vor luftgetragenen Infektionserregern, da MNS und auch selbsthergestellte Masken nicht dicht anliegen.

Selbsthergestellte Gesichtsmasken können im besten Fall wie MNS wirken und in erster Linie das Risiko verringern, dass (potentiell infektiöse) Speichel-/Schleimtröpfchen des Trägers in die Umgebung gelangen. Mund und Nase des Trägers können allerdings durch MNS und voraussichtlich auch durch selbsthergestellte Masken vor Berührungen durch kontaminierte Hände geschützt werden. Das Tragen eines MNS sollte auf keinen Fall dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder die Händehygiene nicht mehr umgesetzt wird. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, sogar ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen und hierdurch zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.“

Weitere Informationen:

BfARM: Hinweise zu Masken, auch für Hersteller
RKI: FAQ zum Tragen eines MNS

Was ist der Unterschied zwischen MNS und FFP-Maske?

Grundsätzlich muss unterschieden werden, welches Schutzziel verfolgt wird. Für den Patientenschutz z. B. im OP ist der übliche Mund-Nasen-Schutz ausreichend. Soll aber der Beschäftigte vor einer luftgetragenen Infektion geschützt werden, reicht der Mund-Nasen-Schutz nicht aus. Es müssen partikelfiltrierende Halbmasken getragen werden, welche als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) den Anforderungen der europäischen PSA-Verordnung (EU) 2016/425 unterliegen.

Wie sind Werbebotschaften bei Nahrungsergänzungsmitteln zu bewerten, die einen Schutz vor dem neuen Coronavirus versprechen?

Hierbei handelt es sich um unerlaubte Aussagen, mit denen die bestehenden Unsicherheiten und die Angst der Menschen ausgenutzt wird. Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die eine Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln gegen eine Coronavirusinfektion belegt. Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Sie dienen nicht zur Vorbeugung, Behandlung oder Heilung von Krankheiten und ihnen dürfen keine derartigen Eigenschaften zugeschrieben werden. Krankheitsbezogene Werbebotschaften, Heilversprechen oder Angaben, die eine Verringerung des Krankheitsrisikos suggerieren (wie z. B. „schützt vor Viren“), sind verboten.

Wie schütze ich mich vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2?

Die üblichen Hygieneempfehlungen beim Vorliegen von infektiösen Atemwegserkrankungen, wie zum Beispiel Grippe schützen auch vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2:

  • Abstand halten.
  • Direkten Körperkontakt mit Erkrankten (Umarmung, Küsschen, ggf. Händeschütteln) vermeiden.
  • Berührung des eigenen Gesichts mit ungewaschenen Händen vermeiden.
  • Häufiges, gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife.

Welche Desinfektionsmittel sind gegen das neue Coronavirus wirksam?

Zur Desinfektion können alle Mittel mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“ (wirksam gegen behüllte Viren), „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ verwendet werden. Mittel deren Wirksamkeit für die oben genannten Wirkungsbereiche nachgewiesen sind, können dieser Liste des RKI oder der Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene der entnommen werden. Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Wer darf Handdesinfektionsmittel herstellen?

Die zugelassenen Mittel sowie die potentiellen Hersteller sind abhängig von dem Verwenderkreis:

  • Handdesinfektionsmittel für die berufliche Verwendung dürfen nach der Allgemeinverfügung der BAuA vom 20.03.2020 nur Apotheken, die pharmazeutische und chemische Industrie sowie juristische Personen des öffentlichen Rechts herstellen und in den Verkehr bringen.
  • Handdesinfektionsmittel für die breite Öffentlichkeit dürfen nach der Allgemeinverfügung der BAuA vom 04.03.2020 nur Apotheken und die pharmazeutische Industrie herstellen und in den Verkehr bringen.

Die Ausnahmeregelungen gelten nur für die in der jeweiligen Allgemeinverfügung aufgeführten Händedesinfektionsmittel und sind zeitlich befristet.

Welche Handdesinfektionsmittel dürfen hergestellt werden?

Welche Möglichkeiten stehen Apotheken zur Verfügung?

Was ist hinsichtlich der Desinfektion in den Lebensmittelbetrieben zu beachten?

Gemäß Anh. II Kap. V Nr. 1 der VO (EG) Nr. 852/2004 müssen Gegenstände, Armaturen und Ausrüstungen, mit denen Lebensmittel in Berührung kommen, gründlich gereinigt und erforderlichenfalls desinfiziert werden. Die Reinigung und die Desinfektion muss so häufig erfolgen, dass kein Kontaminationsrisiko besteht. Im Regelfall ist davon auszugehen, dass im Bereich der Lebensmittelproduktion eine gründliche und umfassende Reinigung auch für Flächen mit Lebensmittelkontakt ausreichend ist, sofern nicht die Gefahr besteht, dass ein Eintrag pathogener Mikroorganismen in verzehrsfertige Lebensmittel erfolgt. Die in vielen Lebensmittelbetrieben durchgeführten Desinfektionsmaßnahmen geben im Alltag eine zusätzliche Sicherheit, sind aber unter der Voraussetzung einer umfassenden und nachhaltigen Reinigung im Ausnahmefall nicht zwingend erforderlich.

Eine Desinfektion von Flächen, Gegenständen, Armaturen und Ausrüstungen, die keinen direkten Kontakt mit (verzehrsfertigen) Lebensmitteln haben, ist nach einer gründlichen Reinigung nicht zwingend erforderlich. Insofern kann hierauf in der derzeitigen Situation verzichtet werden. Dies betrifft u. a.

  • Wände, Decken, Fußböden
  • Gullys

Bei Flächen, Gegenständen, Armaturen und Ausrüstungen, bei denen Kontakt mit Rohware besteht, bei der im Rahmen der Be- und Weiterverarbeitung sichergestellt ist, dass sie einem Verarbeitungsschritt unterzogen wird, der pathogene Mikroorganismen sicher abtötet, ist ebenfalls bei einer gründlichen Reinigung eine anschließende Desinfektion entbehrlich. Dies betrifft u. a.

  • Flächen, Gegenstände, Armaturen und Ausrüstungen in fleischbe- und verarbeitenden Betrieben, die mit rohem Fleisch in Kontakt kommen, das anschließend weiterverarbeitet wird
  • Flächen, Gegenstände, Armaturen und Ausrüstungen in Molkereien, die mit Rohmilch in Kontakt kommen

Bei Flächen, Gegenstände, Armaturen und Ausrüstungen, bei denen Kontakt mit verzehrsfertigen Lebensmitteln besteht, sollte derzeit, sofern der Betrieb für diese Bereiche eine Desinfektion vorgesehen hat, auf diese nicht verzichtet werden.

Die Voraussetzung dafür, dass im Lebensmittelbereich auf eine Desinfektion verzichtet werden kann, ist eine adäquate und umfassende Reinigung. Diese setzt sich aus folgenden Schritten zusammen:

  • Grobschmutz Entfernung
  • Nassreinigung mit geeignetem Reinigungsmittel
  • Nachspülen
  • Trocknen der Oberflächen

Wie wird das neue Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen?

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 wird molekularbiologisch mittels einer speziellen PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) nachgewiesen. Die Diagnostik ist am LGL und bei mehreren privaten Labordienstleistern bzw. Universitätslaboren etabliert. Die Durchführung der Diagnostik erfolgt am LGL ausschließlich im Auftrag des Gesundheitsamts. Niedergelassene Ärzte lassen die Diagnostik bei einem Labordienstleister durchführen.

Wie erfolgt die Probennahme zur labordiagnostischen Abklärung?

Wenn möglich sollte Probenmaterial aus den oberen und tiefen Atemwegen entnommen werden. Als Probenmaterial aus den tiefen Atemwegen eignen sich:

  • Bronchoalveoläre Lavage
  • Sputum (nach Anweisung produziert bzw. induziert)
  • Trachealsekret

Als Probenmaterial aus den oberen Atemwegen eignen sich:

  • Nasopharynx-Abstrich, -Spülung oder -Aspirat
  • Oropharynx-Abstrich

Werden Oro- und Nasopharynx abgestrichen, sollten die Tupfer in einem Medium-Röhrchen vereinigt werden, um die Nachweiswahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Bei Abstrichen ist zu beachten, dass für den Virusnachweis geeignete Tupfer verwendet werden („Virustupfer“ mit flüssigem Transportmedium verwenden – keine Bakterientupfer mit agarhaltigen Transportmedien).

Alle Proben sollten das Labor schnellstmöglich nach Entnahme erreichen. Erfolgt dies voraussichtlich innerhalb von 72 Stunden, kann die Probe bei 4°C gelagert und wenn möglich gekühlt versendet werden.

Die PCR-Diagnostik zum Nachweis des neuen Coronavirus SARSCoV-2 ist am LGL etabliert und wird bei begründeten Verdachtsfällen ausschließlich im Auftrag der Gesundheitsämter durchgeführt.

Es wird darüber hinaus empfohlen, Serumproben abzunehmen und zu asservieren, bis ein serologischer Nachweis zur Verfügung steht.

Wann besteht ein begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2?

Begründete Verdachtsfälle sind:

  1. Personen mit akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere
    UND Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  2. Personen mit klinischen oder radiologischen Hinweisen auf eine virale Pneumonie
    UND Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhaus

Sollte bei Erkältungssymptomen routinemäßige auf SARS-CoV-2 getestet werden?

Eine routinemäßige SARS-CoV-2-Diagnostik ist unnötig und daher nicht sinnvoll. Eine Testung auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist bei begründeten Verdachtsfällen notwendig, die eine entsprechende respiratorische Symptomatik entwickeln.

Patienten, die die oben genannten Kriterien für einen begründeten Verdachtsfall nicht erfüllen (auch besorgte Reiserückkehrer) werden gemäß der in der Praxis üblichen Standards untersucht und behandelt. Eine Testung auf das neue Coronavirus wird vom RKI im Rahmen der differentialdiagnostischen Abklärung empfohlen, wenn ein klinischer Verdacht besteht aufgrund von Anamnese, Symptomen oder Befunden, die mit einer COVID-19-Erkrankung vereinbar sind und eine Diagnose für eine andere Erkrankung fehlt, die das Krankheitsbild ausreichend erklärt.

Was unternimmt der Arzt in der Praxis bei einem Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion?

Wenn die RKI-Definition auf einen begründeten Verdachtsfall erfüllt ist, sollte

  • der Patient möglichst in einem eigenen Praxiszimmer isoliert werden;
  • der Patient Mund-Nasen-Schutz anziehen;
  • das medizinische Personal Schutzkittel, Handschuhe, zumindest Mund-Nasen-Schutz, besser FFP2-Masken und ggf. Schutzbrille anlegen;
  • das zuständige Gesundheitsamt verständigt werden;

Weitere Maßnahmen wie zum Beispiel die Probennahme zur Abklärung einer Coronavirus-Infektion und weitere Absonderungsmaßnahmen erfolgen dann nach Maßgabe des Gesundheitsamts.

Wer ist der Ansprechpartner für Ärzte bei Unklarheiten?

Ansprechpartner ist das zuständige Gesundheitsamt. Eine Gesundheitsamt-Suche nach PLZ ist hier möglich.

Besteht eine gesetzliche Meldepflicht?

Mit einer seit 01.02.2020 geltenden Verordnung (CorViMV) werden Verdacht bzw. Erkrankung oder Tod in Bezug auf eine Infektion mit SARSCoV-2 meldepflichtig nach §6 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 des IfSG. Die Erkrankung ist auch dann zu melden, wenn der Verdacht bereits gemeldet wurde. Ebenso ist zu melden, wenn sich der Verdacht nicht bestätigt hat.

Der direkt oder indirekte Nachweis von SARSCoV-2 ist nach § 7 Absatz 1 Satz 1 IfSG meldepflichtig.

Gibt es Beschäftigungsverbote für schwangere Frauen im Hinblick auf Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter mit COVID-19-Infektionen (COVID-19-Fall) bzw. begründeten Verdachtsfällen?

Nach dem Mutterschutzgesetz werden Schwangere u.a. bei Infektionsgefährdung besonders geschützt. Liegt in einem Betrieb ein sog. ”begründeter Verdachtsfall“ oder ein “Fall unter differenzialdiagnostischer Abklärung“ nach RKI vor, sind grundsätzlich gegenüber allen schwangeren Mitarbeiterinnen im Betrieb vorläufige befristete Beschäftigungsverbote und bei einem laborbestätigtem COVID-19-Fall Beschäftigungsverbote bis zum vollendeten 14. Tag nach dem Auftreten des COVID-19-Falls auszusprechen. Bei mehreren nachgewiesenen Fällen gilt das Beschäftigungsverbot bis zum vollendeten 14. Tag nach dem letzten nachgewiesenen COVID-19-Fall.

Bei der Beurteilung, ob das Beschäftigungsverbot für die Schwangere im gesamten Betrieb oder nur in Teilbereichen des Betriebs gilt, ist auch die Größe des Betriebs bzw. die Lage von einzelnen Betriebsstätten sowie die Art der Zusammenarbeit im Betrieb zu berücksichtigen. Sofern auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung ausgeschlossen werden kann, dass eine Übertragung von Corona-Viren auf bestimmte andere betriebliche Einheiten des Betriebs erfolgt, können diese vom Beschäftigungsverbot ausgenommen werden.

Nimmt eine betroffene Person (COVID-19-Fall) vorzeitig seine Tätigkeit im Betrieb wieder auf, muss ggf. die o. g. mutterschutzrechtliche Wiederzulassungsfrist von 14 Tagen verlängert werden.

Je mehr die Ausbreitung von COVID-19 voranschreitet, desto häufiger wird für schwangere Frauen, die Tätigkeiten mit Personenkontakt (wie im Gesundheitssektor) oder Tätigkeiten mit Publikumskontakt durchführen, ein vorsorgliches betriebliches Beschäftigungsverbot notwendig werden. Dabei sind Art und Häufigkeit der Kontakte sowie die Zusammensetzung der Personengruppe zu berücksichtigen.

Insbesondere bei der Gefährdungsbeurteilung für Verkaufs- und Kassiertätigkeiten im Einzelhandel, Servicetätigkeiten in der Gastronomie sowie für Tätigkeiten am Empfang von Arztpraxen sind folgende Fragen zu beantworten:

  • Kann zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden?
  • Sind Lage, Größe und Lüftungsverhältnisse am Arbeitsplatz eher ungünstig?
  • Besteht Kontakt zu ständig wechselndem Publikum bzw. wechselnden Personen in großer Zahl?
  • Ist ein Gesichtskontakt („face-to-face“), z. B. im Rahmen eines persönlichen Gesprächs, unvermeidbar und dauert länger als 15 Minuten?
  • Besteht Umgang mit an den Atemwegen erkrankten oder krankheitsverdächtigen Personen?
  • Ist eine hohe Zahl von COVID-19-Infizierten in der Region anzunehmen?

Weitere Informationen:

Was ist bei einem Besuch eines Alten- oder Pflegeheimes zu beachten?

Besuche in Pflegeeinrichtungen, ambulant betreuten Wohngemeinschaften nach Art. 2 Abs. 3 Pflegewohnqualitätsgesetz (PfleWoqG) zum Zwecke der außerklinischen Intensivpflege (IntensivpflegeWGs), in denen ambulante Pflegedienste gemäß § 23 Abs. 6a IfSG Dienstleistungen erbringen und Altenheimen und Seniorenresidenzen sind durch die Allgemeinverfügung zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung vom 20.03.2020 bis einschließlich 03.04.2020 untersagt.

Was ist bei einem Besuch von Tagespflegeeinrichtungen zu beachten?

Pflegebedürftige dürfen Tagespflegeeinrichtungen grundsätzlich nicht mehr besuchen, und zwar weder die solitären noch die eingestreuten Tagespflegeeinrichtungen. Eine häusliche Versorgung ist sicherzustellen. Ein triftiger Grund, der das Verlassen der eigenen Wohnung erlaubt, liegt nicht vor, da in Nr. 5.b) der Allgemeinverfügung zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung vom 20.03.2020 ausschließlich die Inanspruchnahme von medizinischen und veterinärmedizinischen Versorgungsleistungen genannt sind – pflegerische Leistungen sind im Ausnahmetatbestand explizit nicht aufgeführt. Eine Ausnahme bzw. triftiger Grund gilt nur dann, wenn die häusliche Versorgung tagsüber nicht sichergestellt werden kann, z. B. weil kein Angehöriger oder ambulante Pflegedienst zur Verfügung steht oder der Angehörige in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig ist.

Was ist beim Thema Veranstaltungen zu beachten?

Mit der Allgemeinverfügung vom 16.03.2020 sind Veranstaltungen und Versammlungen landesweit untersagt. Hiervon ausgenommen sind private Feiern in hierfür geeigneten privat genutzten Wohnräumen, deren sämtliche Teilnehmer einen persönlichen Bezug (Familie, Beruf) zueinander haben. Ausnahmegenehmigungen können auf Antrag von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde erteilt werden, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Das Gesundheitsministerium hat dazu am LGL auch eine Hotline für Bürgermeister und Gemeinden eingerichtet. Im Zweifel empfehlen wir immer die Absage oder Verschiebung der Veranstaltung.

Was ist bei Bestattungen zu beachten?

Bei Bestattungen handelt es sich um Veranstaltungen, die im Grundsatz bis zum 19.04.2020 untersagt sind.

Beerdigungen im engsten Familienkreis stellen gemäß § 1 Abs. 5 Buchst. f der Verordnung triftige Gründe für das Verlassen der Wohnung dar. Dafür bedarf es keiner Ausnahmegenehmigung im Einzelfall.

Die Trauergesellschaft darf nur aus Familienmitgliedern des engsten Familienkreises bestehen. Eine Teilnahme von Dritten, insbesondere von Freunden, Bekannten und Kollegen ist nicht gestattet.

Aus infektionsschutzrechtlichen Gründen ist bei der Durchführung von Beerdigungen im engsten Familienkreis ferner Folgendes zu beachten:

Teilnehmerkreis

Die Trauergesellschaft umfasst nur den engsten Familienkreis.
Die Teilnehmerzahl beträgt exklusive der Bestattungsmitarbeiter und ggf. des Geistlichen oder eines Vertreters der Glaubensgemeinschaft möglichst höchstens 10, maximal jedoch 15 Personen.
Eine Bekanntmachung des Bestattungstermins in der Presse oder in sonstiger Weise hat zu unterbleiben.
Die Teilnahme von Personen mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegsinfektion ist nicht zulässig.

Weitere Vorgaben zur Vermeidung von Infektionen

Die teilnehmenden Personen haben einen Abstand von 1,50 m zueinander anzustreben.
Trauerfeiern in geschlossenen Räumen sind unzulässig.
Mikrofone sind lediglich von einer Person zu benutzen und anschließend zu desinfizieren.
Erdwurf und Weihwassergaben am offenen Grab sowie am aufgebahrten Sarg sind nicht zulässig.
Offene Aufbahrungen sind nicht zulässig.
Soweit die Möglichkeit besteht, ist ein Handdesinfektionsmittelspender sichtbar aufzustellen.

Im Übrigen wird empfohlen, Bestattungen – soweit möglich – zu verschieben. Für die Bestattung von Urnen sind insoweit keine Besonderheiten zu beachten. Bei Erdbestattungen ist bei entsprechenden Kühlmöglichkeiten eine Genehmigung der Gemeinde nach § 19 Abs. 2 Satz 1 der Bestattungsverordnung einzuholen, wenn die Bestattung nicht innerhalb von 96 Stunden nach Feststellung des Todes durchgeführt wird.

Ist eine tägliche Reinigung von S-Bahn- und U-Bahn-Zügen sowie Bussen und Trambahnen mit Desinfektionsmitteln erforderlich?

Eine Desinfektion von Flächen im öffentlichen Raum ist grundsätzlich nicht sinnvoll. Oberflächen, die angefasst werden, werden ständig rekontaminiert, so dass eine Desinfektion, die nur eine begrenzte Zeit wirkt, keinen wirksamen Schutz vor Infektionen darstellt. Rückstände von Flächendesinfektionsmittel können außerdem die Haut irritieren, weshalb man sie nur sehr gezielt im medizinischen Bereich einsetzt, wo der Nutzen überwiegt. Eine Übertragung von Infektionserregern durch Flächen von öffentlichen Verkehrsmitteln sind mit einer konsequenten Umsetzung von einfachen Basishygienemaßnahmen wie z. B. die Vermeidung des Handkontakts mit Mund, Augen oder Nase und das häufige Händewaschen zu verhindern.
Der Hauptübertragungsweg von SARS-CoV-2 ist die Tröpfcheninfektion, d.h. über direkten Mensch-zu-Mensch-Kontakt. Eine Übertragung durch kontaminierte Flächen ist zwar prinzipiell nicht ausgeschlossen, ist nach derzeitigem Wissensstand jedoch noch nicht nachgewiesen worden. Darüber hinaus sind Coronaviren aufgrund ihrer Struktur nicht sehr stabil in der Umwelt.

Welche Maßnahmen werden am Flughafen ergriffen?

An allen Flughäfen in Deutschland und somit auch am Flughafen München stehen Informationsmaterialien zu COVID-19 in mehreren Sprachen (z.B. Deutsch, Englisch, Italienisch und Mandarin) bereit. Die Fluggäste erfahren so, wie sie sich bei einer Ein- oder Ausreise zu verhalten haben. Zudem steht den ankommenden und abfliegenden Passagieren eine extra eingerichtete Telefon- und Mailhotline zur Verfügung.

Einreisenden aus China wird im Flugzeug eine Fluggast-Aussteigekarte (Passenger Location Card, PLC) ausgehändigt. Auf dieser PLC müssen die Einreisenden ihre Kontaktdaten und die Kontaktdaten eventueller Mitreisender angeben. Sie müssen auch Fragen beispielsweise zum Gesundheitszustand und Aufenthaltsort in China beantworten. Am Zielflughafen wird dann entschieden, ob weitere Maßnahmen, zum Beispiel ein Abstrich und bei positivem Ergebnis ein Klinikaufenthalt, notwendig sind. Seit 28.02.2020 erhalten auch Einreisende aus Südkorea, Japan, Italien und Iran spezifische Informationen zu COVID-19 und haben auf den PLC ihre Kontaktdaten anzugeben.

Was muss ich bei Reisen beachten?

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland wird derzeit gewarnt. Sie müssen mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im Reiseverkehr, mit Quarantänemaßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens rechnen. Es wird empfohlen, auf alle nicht notwendigen Reisen, insbesondere in Risikogebiete zu verzichten. Bei nicht aufschiebbaren Reisen wird auf die Seiten des Auswärtigen Amtes bezüglich Reisewarnungen und Reisehinweise verwiesen. Informieren Sie sich vor Reiseantritt, ob die Grenzübergänge passierbar sind!

Welche Betriebe, Einrichtungen, Ladengeschäfte, etc. dürfen geöffnet haben, betrieben werden bzw. welche Dienstleistungen dürfen ausgeübt werden?

Abgabe von Speisen zum Mitnehmen

Apotheken

Auslieferung von Speisen

Automatisierte Auto- und LKW-Waschanlagen

Autovermietstationen

Bäckereien

Bahn

Banken, Geldautomaten

Baugewerbe

Baumärkte für Handwerker mit Handwerksausweis, Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte

Baustoffhandel

Baustellen

Bestatter

Betriebe der Industrie, des produzierenden Gewerbes, der Logistik, des Speditions- und Transportgewerbes, der Land- und Forstwirtschaft

Brennstoffhandel (Öl, Pellets usw.)

Click und Collect bei Einzelhandelsgeschäften, die öffnen dürfen

Diabetesfachgeschäft

Dienstleister, soweit sie online oder telefonisch tätig sind oder bei denen kein direkter Kundenkontakt (Berührung) erforderlich ist

Dienstleistungen gegenüber gewerblichen Kunden

Drogerien

Fahrradwerkstätten, Fahrradersatzteilhandel, Pannenhilfe, Wartung

Filialen des Brief- und Versandhandels

Finanzanlagenvermittler

Fotostudios

Freie Berufe (Ärzte, Zahnärzte, Veterinärmediziner, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, etc.)

Getränkemärkte

Großhandel inklusive Lebensmittelgroßhandel

Handwerker (Ausnahme: Handwerker, die bei der Dienstleistung notwendigerweise die Kunden berühren müssen wie Friseure)

Heilpraktiker

Hörgeräteakustiker, Hörakustiker

Hundetrainer

Immobilienmakler

Jagdbedarf

Kaminkehrer

KFZ- und Motorradwerkstätten, Ersatzteilhandel, Pannenhilfe, Wartung, Fahrzeugübernahme durch Erwerber, Reifenwechsel aus Sicherheitsgründen

Landhandel mit Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut, Tieren, landwirtschaftlichen Maschinen, Ersatzteile usw.

Landmaschinenreparatur, Landmaschinenersatzteile

Landschafts- und Gartenbau

Lebensmittelhandel

Lebensmittelspezialgeschäfte (Spirituosen-, Süßwaren- oder Feinkostgeschäfte, Weinhandel)

Lieferdienste (auch bei geschlossenen Ladengeschäften; Bestellung Online oder per Telefon; Lieferung zum Kunden durch das Unternehmen selbst oder durch externe Lieferdienste)

Lieferung und Montage von Waren

LKW-Verkauf an Geschäftskunden

Online-Handel

ÖPNV

Optiker

Paketstationen

Pferdeställe

Reinigungen

Reinigungsdienstleister

Reisebüros

Telekommunikationsläden / Servicestellen der Telekommunikation zur Reparatur von Telekommunikationsgeräten und zur Beratung und Behebung von Internet- und Kommunikationsproblemen

Rollende Supermärkte

Saisonverkaufshütten z. B. für Spargel oder Erdbeeren

Sanitätshäuser

Schreibwaren zur Versorgung von zu Hause lernenden Schülern/Studenten und zur betrieblichen Bedarfsdeckung

Schlüsseldienst

Stör- und Notdienste

Taxis

Tankstellen, Tankstellenshops und SB-Waschanlagen

Tierbedarf

Tiernahrung

Tierpflege, wenn unaufschiebbarer Bedarf

Universitätsbibliotheken

Versicherungsvermittler

Verkehrsdienstleistungen

Waschsalons

Wochen- und Bauernmärkte

Zeitungs- und Zeitschriftenverkauf, Zeitungszustellung

Welche Betriebe und Einrichtungen, dürfen eingeschränkt betrieben werden?

Beherbergungsbetriebe

Hotels und Unterkünfte jeglicher Art, die generell oder während der Geltung der Allgemeinverfügung ausschließlich Geschäftsreisende und/oder Gäste für nicht private touristische Zwecke (z.B. Unterbringung von Personen aus krisenbedingtem Anlass bzw. für gewerbliche Zwecke Dritter, z.B. Monteure) aufnehmen, sind zulässig. Ein Verkauf von Speisen und Getränken darf nur noch zur Mitnahme erfolgen.

Untersagt ist der Betrieb von Hotels, Beherbergungsbetrieben und die Zurverfügungstellung jeglicher Unterkünfte zu privaten touristischen Zwecken.

Campingbetriebe sind zur Verfügungstellung einzelner Campingstellplätze, die ausschließlich von Gästen belegt werden, die dort dauerhaft leben und über keine anderweitige Wohnung verfügen, zulässig.

Gastronomie

Der Betrieb von Speiselokalen, Gaststätten und Gaststättenbereichen auch im Freien (z.B. Biergärten, Terrassen), ist untersagt. Ausgenommen ist die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken.

Angehörige therapeutischer Berufe
Praxen für Medizinische Fußpflege, Podologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie: Behandlung von Patienten, wenn medizinisch dringend erforderlich.

Was gilt bei Betrieben, die nicht eindeutig einer Branche zugeordnet werden können (Mischbetriebe)?

Mischbetriebe des Handels oder der Dienstleistungen (Beispiele Kiosk, Handel mit verschiedenen Sortimenten, Schreibwarenhandel mit Poststation, Lottoläden) werden nach dem Schwerpunktprinzip beurteilt. Sie können insgesamt öffnen, wenn der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im erlaubten Bereich (Beispiel Verkauf von Lebensmitteln, Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften) liegt. Bei Mischbetrieben, bei denen der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit im nicht erlaubten Bereich liegt, kann ausschließlich der erlaubte Teil (etwa Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften) weiter erfolgen.

Mischbetriebe des Handwerks (Betriebe des Handwerks gemäß Handwerksrolle, die daneben auch Waren verkaufen) dürfen einschließlich des Nebenbeiverkaufs von Waren weiter betrieben werden.

Welche Betriebe, Einrichtungen, Ladengeschäfte, etc. müssen schließen bzw. welche Dienstleistungen dürfen nicht mehr ausgeübt werden?

Der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen, sondern der Freizeitgestaltung, sind untersagt. Die untersagten Dienstleistungen, wie z. B. Friseure, dürfen auch nicht bei den Kunden zu Hause ausgeübt werden:

Autohäuser

Badeanstalten

Bars

Baumärkte

Bibliotheken

Bordellbetriebe

Click-und-Collect bei Einzelhandelsgeschäften, die nicht öffnen dürfen

Clubs

Diskotheken

E-Zigaretten-Geschäfte (Online-Verkauf erlaubt)

Fahrschulen

Fitnessstudios

Floristen (elektronische/telefonische Entgegennahme und Auslieferung erlaubt)

Fort- und Weiterbildungsstätten

Friseure (auch nicht bei Kunden zuhause, da der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann)

Gartenmärkte

Golfplätze

Jugendhäuser

Jugendherbergen

Kinos

Kosmetiksalons

Ladengeschäfte des Einzelhandels

Messen

Museen

Musikschulen

Nagelstudios

Piercingstudios

Reisebusreisen

Sauna

Schullandheime

Solarien

Spielhallen

Spielplätze

Sporthallen

Sportplätze

Stadtführungen

Tabakläden

Tagungsräume

Tanzschulen

Tattoostudios

Theater

Thermen

Tierpark

Veranstaltungsräume

Vereinsräume

Vergnügungsstätten

Verkaufsveranstaltungen, Verkaufsparties

Vermietung von Wohnmobilen

Volkshochschulen

Wellnesszentren

Wettannahmestellen

Muss bei der Erbringung von Dienstleistungen immer ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Kunden und Dienstleister bestehen? Was müssen Dienstleister sonst beachten?

Gemäß der geltenden Rechtsverordnung zu Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen anlässlich der Corona-Pandemie muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden eingehalten werden. Das Erfordernis eines Mindestabstands gilt nicht zwischen Kunden und Leistungserbringer, wenn dies im Einzelfall, etwa beim Bezahlvorgang, nicht möglich ist. Die Einhaltung des Mindestabstands auch zwischen Kunden und Dienstleister ist aber immer anzustreben.

Können Ausnahmegenehmigungen für Geschäfte erteilt werden?

Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden können Ausnahmegenehmigungen für andere für die Versorgung der Bevölkerung unbedingt notwendige Geschäfte erteilen, soweit dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Wie ist die Regelung in § 1 Abs. 2 zu Gastronomiebetrieben zu verstehen?

Gastronomiebetriebe, die gar keine Speisen anbieten, dürfen nicht öffnen.

Alle Betriebe, die mitnahmefähige Speisen abgeben und liefern, dürfen dies weiter tun (z.B. auch Eisdielen, Imbissstände, Dönerbuden, Bäckereien).

Beim Straßenverkauf dürfen jedoch keine Sitzgelegenheiten, Stehtische oder sonstige Anreize zum Verzehr an Ort und Stelle angeboten werden. Vorhandene Sitzgelegenheiten oder Stehtische sollten entfernt oder z.B. mit Band abgesperrt werden.

§ 1 Abs. 2 sieht keine Ausnahmegenehmigungen vor. Es können daher für Betriebskantinen etc. auch keine Ausnahmen erteilt werden. Der Verzehr an Ort und Stelle ist grundsätzlich – sowohl in den dazugehörigen Räumlichkeiten als auch im dazugehörigen Außenbereich – untersagt.

Dürfen die Kunden die Betriebe, die geöffnet haben, trotz Ausgangsbeschränkung aufsuchen? Können Dienstleister und Handwerker, die weiterhin tätig sein dürfen, Kunden zu Hause aufsuchen?

Hausbesuche von Dienstleistern oder Handwerkern, die Teil ihrer normalen Tätigkeit sind, sind zulässig. Privatkunden können die zulässigerweise geöffneten Betriebe jedoch nur dann aufsuchen, wenn sie einen triftigen Grund zum Verlassen des Hauses im Sinne der Verordnung des StMGP zur vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie haben, also insbesondere, wenn es um die Versorgung mit Gegenständen des täglichen Bedarfs geht oder sonst ein wichtiger und unaufschiebbarer Grund besteht. Alle Termine, die ein persönliches Zusammentreffen erfordern und die nicht notwendig sind, sind auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Sofern möglich, sollte ersatzweise auf technische Hilfsmittel (Telefon, Internet) zurückgegriffen werden.

Bei einem persönlichen Zusammentreffen sind in jedem Fall die Regeln der Hygiene zu beachten. Hausbesuche insbesondere bei unter Quarantäne stehenden Personen oder Einrichtungen sind auf das absolut Notwendige (etwa zur Durchführung unaufschiebbarer Reparaturen) zu beschränken und mit entsprechender Schutzbekleidung durchzuführen.

Wie erfolgt die Vergütung eines Versorgungsarztes (Kostenträger / Höhe / vertragliche Vereinbarung)?

Da es sich bei einem Versorgungsarzt um eine Unterstützungsstruktur zur Kata-strophenbewältigung handelt, erfolgen Finanzierung/Vergütung/Aufwendungsersatz/Entschädigung auf Grundlage der Art. 11 – 14 BayKSG. Vorgaben zur konkreten Höhe einer Vergütung/Aufwendungsersatz/Entschädigung bestehen dabei nicht, sondern richten sich nach dem Maßstab Angemessenheit/Erforderlichkeit, um einen für die Aufgabenwahrnehmung gut geeigneten und motivierten Arzt zu gewinnen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns Ärzten, die sie derzeit in ihre Sonderstrukturen zur Bewältigung der Corona-Krise zusätzlich einbindet (z.B. in die telefonische Patientenbera-tung bzw. den Hausbesuchsdienst), ein Honorar in Höhe von 120 € je Stunde bezahlt. Die Tätigkeit eines Versorgungsarztes dürfte hinsichtlich Anspruch und Verantwortungsbereich jedoch ggf. darüber hinausgehen. Vergütung/Aufwendungsersatz/Entschädigung können im angemessenen Umfang im Rahmen der Einsetzung durch den Landrat bzw. Oberbürgermeister als Leiter der örtlichen Katastrophenschutzbehörde zwischen der Behörde und dem Versorgungsarzt vertraglich festgesetzt werden, um spätere Auseinandersetzun-gen hierüber zu vermeiden.

Eine mit dem Versorgungsarzt vereinbarte Vergütung ist auf eine ggf. ebenfalls erforderliche Entschädigung wegen notwendiger Praxisschließung nach Art. 14 BayKSG anzurechnen, um insoweit eine Doppelfinanzierung auszuschließen.

Welcher Zeitaufwand ist die Wahrnehmung der Aufgaben eines Versorgungsarztes vorgesehen?

Der Zeitaufwand für die Erfüllung der Aufgaben eines Versorgungsarztes lässt sich nicht abstrakt abschätzen, da sich die Ausgangssituation in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten sehr unterschiedlich darstellt und auch deren Entwicklung sehr dynamisch ist. Der Zeitaufwand eines Versorgungsarztes richtet sich maßgeblich nach den Gegebenheiten und Erfordernissen im jeweiligen Landkreis bzw. der jeweiligen kreisfreien Stadt und dürfte auch dort – je nach Entwicklung der Krisenlage – ggf. (stark) variieren.

Soweit nach Ansicht der örtlichen Katastrophenschutzbehörde ein hoher Grad an situationsangemessener Selbstorganisation durch die Selbstverwaltungskörperschaften und/oder die im Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt niedergelassenen Ärzte stattfindet, aus Sicht des Versorgungsarztes zur Aufrechterhaltung der ambulanten Versorgungsstrukturen nur punktuell nachgesteuert werden muss und die örtliche Ärzteschaft an solchen Maßnahmen kooperativ mitwirkt, ist vorstellbar, dass ein Versorgungsarzt nur im Zeitumfang von einzelnen Stunden täglich tätig werden muss. Dies gilt insbesondere, solange es ausreichend erscheint diese Aufgabe im Wesentlichen dazu wahrzunehmen, um den Überblick über die örtliche Entwicklung zu behalten und nur bei ungünstigen Entwick-lungen weiter einzugreifen. Stellt sich die ambulante Versorgungslage in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bereits (deutlich) problematisch dar, lassen sich Schwerpunktpraxen oder Teststellen nicht reibungslos etablieren und betreiben, stellt die Verfügbarkeit von erforderlicher Schutzausrüstung ein wiederkehrendes Problem dar oder treten kurzfristig unvorhersehbare, besondere Ereignisse auf, dann dürfte aber eher davon auszugehen sein, dass die Aufgabe eines Versorgungsarztes einer Vollzeitbeschäftigung entspricht und auch nur mit zusätzlicher Hilfe des einzusetzenden Arbeitsstabes bewältigt werden kann.

Wer trägt die Ausfallkosten, wenn zur Einsetzung eines Versorgungsarztes eine Praxis geschlossen werden muss?

Etwaig erforderliche Entschädigungsleistungen richten sich nach Art. 14 BayKSG. Eine mit dem Versorgungsarzt vereinbarte Vergütung ist auf eine Entschädigung wegen notwendiger Praxisschließung anzurechnen, um insoweit eine Doppelfinanzierung auszuschließen.

Kann die Stelle eines Versorgungsarztes auch von einem Arzt im Ruhestand wahrgenommen werden?

Die Stelle kann grundsätzlich auch von einem Arzt im Ruhestand besetzt wer-den. Gemäß gemeinsamer Bekanntmachung des StMI und StMGP vom 26.03.2020, Az. D4-2484-2-7 und Az. G35-G8060-2020/26-16, soll es sich bei einem Versorgungsarzt um einen Arzt mit langjähriger beruflicher, insbesondere vertragsärztlicher Erfahrung handeln. Er soll möglichst über eine abgeschlossene Facharztweiterbildung verfügen, vorzugsweise als Allgemeinmediziner oder Internist. Wie in den Erläuterungen der Bekanntmachung auf S. 7 ausgeführt, sind Voraussetzung einer erfolgreichen Erfüllung der Aufgaben eines Versorgungsarztes neben einem breiten medizinischen Fachwissen auch umfangreiche Kenntnisse der örtlichen Versorgungsstrukturen, der ärztlichen Selbstverwaltung und ihrer Institutionen sowie aller übrigen Akteure des Gesundheitswesens.

Da sich diese Kenntnisse möglichst auf die aktuelle ärztliche Versorgungslandschaft im jeweiligen Landkreis oder der jeweiligen kreisfreien Stadt und aktuelle Strukturen und Ansprechpartner innerhalb der Selbstverwaltung und ihrer Institutionen beziehen sollten, dürfte die Eignung eines sich bereits in Ruhestand befindlichen Arztes mit zunehmender Zeit des Ruhestandes jedoch grundsätzlich abnehmen. Dies könnte dann anders zu beurteilen sein, wenn sich der Arzt zwar ggf. bereits einige Zeit im Ruhestand hinsichtlich seiner kurativen Tätigkeit befindet, er sich aber gleichwohl vor Ort noch weiterhin standes- bzw. berufspolitisch engagiert (hat) und beispielsweise im Rahmen der ärztlichen Standesorganisationen und Interessenvertretung (z.B. ärztlicher Kreis bzw. Bezirksverband, ärztliche Berufsverbände) weiterhin tätig ist oder war. Es ist im Einzelfall auch vorstellbar, dass ein Arzt, der sich bereits mehrere Jahre in Ruhestand befindet und sich auch nicht weiterhin berufs- oder standespolitisch engagiert hat, gleichwohl aber über die notwendigen Kenntnisse der aktuellen Strukturen vor Ort und in der Selbstverwaltung verfügt, soweit er sich darüber selbst regelmäßig auf dem Laufenden gehalten hat. Dies im Einzelfall zu beurteilen obliegt den Entscheidern vor Ort.

Bestehen insoweit Unsicherheiten, ob ein Arzt für diese Aufgabe geeignet ist, kann sich der jeweilige Landrat bzw. Oberbürgermeister hierzu auch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns oder den jeweiligen ärztlichen Kreis- bzw. Bezirksverband ins Benehmen setzen oder diese auffordern, einen aus ihrer Sicht geeigneten Arzt für die Einsetzung als Versorgungsarzt vorzuschlagen bzw. zu benennen.

Dürfen verkaufte Fahrzeuge ausgeliefert werden?

Eine Auslieferung / Übergabe von verkauften oder geleasten Fahrzeugen ist zulässig. Bei der Einweisung des Kunden sollte jedoch auf Abstand geachtet werden. Kunde und Verkäufer sollten nicht gleichzeitig im Fahrzeug sitzen.

Rechtsgrundlagen

Rechtsverordnungen

In Bayern gilt seit Samstag, den 21. März 2020, 00:00 Uhr wegen der Coronavirus-Pandemie bis 19. April 2020, 24:00 Uhr eine vorläufige Ausgangsbeschränkung. In diesen Wochen ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur noch bei triftigen Gründen erlaubt – insbesondere zur Ausübung des Berufs. Außerdem ist das Einkaufen etwa von Lebensmitteln und Getränken sowie der Arztbesuch weiter möglich. Erlaubt sind auch Spaziergänge und Sport an der frischen Luft – allerdings nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes. Eine Gruppenbildung an öffentlichen Plätzen darf es nicht mehr geben.

 

Archiv der Rechtsverordnungen

Allgemeinverfügungen

Notfallplan Corona-Pandemie: Regelungen für Pflegeeinrichtungen und für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Für ältere und pflegebedürftige Menschen besteht eine besonders hohe Gefahr, an COVID-19 mit schwerem Verlauf zu erkranken. Deshalb gibt es seit 4. April 2020 einen Aufnahmestopp für Pflegeeinrichtungen in Bayern, um weitere Ansteckungen möglichst zu verhindern. Eine entsprechende Allgemeinverfügung haben wir heute erlassen. Eine Ausnahme gilt für Pflegeeinrichtungen, in denen gewährleistet ist, dass neue Bewohnerinnen und Bewohner für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne untergebracht werden können. Voraussetzung ist, dass das zuständige Gesundheitsamt zustimmt.

Hinweise zum Aufnahmestopp und weitere Regelungen für Pflegeeinrichtungen

Neuaufnahmen in Pflegeeinrichtungen in Bayern sind untersagt. Eine Ausnahme gilt für Pflegeeinrichtungen, in denen gewährleistet ist, dass neue Bewohnerinnen und Bewohner für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne untergebracht werden können, wenn das zuständige Gesundheitsamt zustimmt. Sofern eine Versorgung in der Häuslichkeit nicht möglich ist, so müssen die Betroffenen für den Zeitraum von 14 Tagen in anderen Einrichtungen untergebracht werden, die zur pflegerischen Versorgung geeignet sind. Dies können zum Beispiel geriatrische Reha-Einrichtungen, sein, die Kurzzeitpflege anbieten.

Rückverlegungen von Bewohnerinnen und Bewohnern in die Einrichtung aus dem Krankenhaus sind ausgeschlossen, wenn nicht sichergestellt werden kann, dass diese für 14 Tage isoliert werden und die notwendige Schutzausrüstung vorhanden ist. Andernfalls müssen die Betroffenen für den Zeitraum von 14 Tagen in anderen Einrichtungen untergebracht werden, die zur pflegerischen Versorgung geeignet sind. Dies können zum Beispiel geriatrische Reha-Einrichtungen sein, die Kurzzeitpflege anbieten.

Ist eine Pflegeeinrichtung von COVID-19-Erkrankungen betroffen, muss möglichst rasch entschieden werden, ob und ggf. welche Bewohnerinnen und Bewohner in Reha- oder andere geeignete Einrichtungen verlegt werden können. Besteht der Verdacht, dass weitere Personen in der Einrichtung infiziert worden sein könnten, soll es umgehend Reihentestungen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Beschäftigten geben.

Pflegeeinrichtungen müssen unverzüglich gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt einen Pandemiebeauftragten benennen. Dieser Pandemiebeauftragte ist insbesondere für Fragen der Hygiene in der Einrichtung zuständig – und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt für die Organisation von Quarantänemaßnahmen.

Regelungen für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

Darüber hinaus bestehen ein Aufnahmestopp und besondere Regelungen

  • für betriebserlaubnispflichtige stationäre Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung nach § 45 SGB VIII sowie
  • für die mit diesen Einrichtungen verbundenen Förderschulen, die von der Einstellung des Unterrichtsbetriebes ausgenommen sind,
  • und für stationäre Einrichtungen für volljährige Menschen mit Behinderung nach Art. 2 PfleWoqG in Bayern.

Aufhebung überholter Allgemeinverfügungen

Vorläufige Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie

Notfallplan Corona-Pandemie: Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern

Corona-Pandemie: Verschiebung elektiver Eingriffe und geplanter Behandlungen in Krankenhäusern

Diese Allgemeinverfügung richtet sich vor allem an sämtliche Krankenhäuser, Hochschulklinika, Einrichtungen der Rehabilitation und Vorsorge der gesetzlichen Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung und mit Versorgungsvertrag sowie reine Privatkliniken mit gewerblicher Zulassung in Bayern.

Diese haben, soweit medizinisch vertretbar, bis auf Weiteres alle planbaren Behandlungen zurückzustellen oder zu unterbrechen, um möglichst umfangreiche Kapazitäten für die Versorgung von Corona-Patientinnen und -Patienten freizumachen. Es sollen diejenigen zuerst behandelt werden, bei denen ein Aufschub aus medizinischen Gründen nicht möglich ist. Die Behandlung von Notfällen ist zu gewährleisten.

Meldepflicht für Beatmungsgeräte anlässlich der Corona-Pandemie

Um bereits kurzfristig auftretende Materialengpässe bei Ärztinnen und Ärzten, Gesundheitsämtern und Kliniken zu beheben, werden alle Möglichkeiten zur Beschaffung von notwendigem Material ausgeschöpft. Besonders notwendig ist jetzt die unverzügliche Bereitstellung von ausreichend Beatmungsgeräten. Das Gesundheitsministerium hat dazu eine Allgemeinverfügung für eine Meldepflicht für Beatmungsgeräte in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Bayern erlassen.

Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie im Bereich der Werkstätten für behinderte Menschen, Förderstätten sowie Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke

Diese Allgemeinverfügung regelt, dass grundsätzlich in allen Werkstätten für behinderte Menschen sowie Förderstätten keine reguläre Beschäftigung und Betreuung für Menschen mit Behinderung stattfinden. Menschen mit Behinderung dürfen die Einrichtungen nicht betreten. Von diesen Regelungen gibt es bestimmte Ausnahmen, zum Beispiel für eine „Notbetreuung“. Auch in den Berufsbildungs- und Berufsförderungswerken findet kein regulärer Betrieb statt. Die Maßnahmeteilnehmerinnen und -teilnehmer dürfen die Aus- und Fortbildungsstätten nicht mehr betreten.

Corona-Pandemie: Verpflichtung der Laborbetreiber in Bayern zur Meldung der Anzahl der untersuchten Abstriche und Proben sowie der Anzahl der positiven und negativen Befunde an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Das Gesundheitsministerium hat eine Allgemeinverfügung für eine zusätzliche Meldepflicht für Laborbetreiber in Bezug auf die Gesamtzahl der untersuchten Abstriche und Proben sowie der Anzahl der positiven und negativen Befunde erlassen.

Allgemeinverfügung des StMGP zum Betretungsverbot für Kinder in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Heilpädagogischen Tagesstätten

Eine weitere Allgemeinverfügung regelt die am 13. März 2020 beschlossene bayernweite Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten.

Das Betretungsverbot gilt vom 16. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020.

Für bestimmte Personengruppen wird es eine Notfallbetreuung geben – etwa für die Kinder von Pflegekräften.

Archiv der Allgemeinverfügungen

Bayern zeigt beim Thema Coronavirus weiter große Entschlossenheit! Bis heute hatten wir darauf gesetzt, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger freiwillig auf private Kontakte verzichten. Aber dies ist leider nicht im notwendigen Ausmaß geschehen. Zugleich stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle deutlich an. Deshalb führt nun kein Weg daran vorbei, das öffentliche Leben noch stärker einzuschränken.
Melanie Huml, Staatsministerin, 20. März 2020

Bayerischer Influenzapandemieplan

Hier finden Sie den Bayerischen Influenzapandemieplan: